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Pressemitteilung vom 23.05.2005

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Politischer Zeitschriften-Samisdat in der DDR
György Dalos hält Festvortrag


Am 26. Mai 2005 werden im Berliner Roten Rathaus erste Ergebnisse des Projektes "Politischer Zeitschriften-Samisdat in der DDR" vorgestellt. Das Projekt dient der Langzeitsicherung und Internetpräsentation jener Schriften, die in der DDR seit den Siebzigerjahren außerhalb der staatlichen Zensur im Eigenverlag erschienen. Neben einer ausführlichen Bilanz sollen auf der Veranstaltung auch Perspektiven für den weiteren Umgang mit den Dokumenten eröffnet werden. Dieser Problematik widmet sich der Festvortrag von György Dalos und die Vorstellung der Datenbank, die aus dem Projekt hervorgegangen ist und ab 2006 im Internet nutzbar sein wird. Das Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft getragen und von der Umweltbibliothek Großhennersdorf sowie dem Mitteleuropazentrum der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit unabhängigen Archiven in Berlin, Leipzig, Werdau, Halle/S. und Jena realisiert. Es wurde in den vergangenen Jahren mit mehr als 200.000 Euro gefördert, über 65.000 Euro steuerte die Stiftung Aufarbeitung bei. Mit der Sicherung und Dokumentation von bisher nahezu 14.000 Seiten oppositionellen Schriftgutes soll der Zugang zu diesen Zeugnissen einer politischen Gegenöffentlichkeit in der DDR fortdauernd gewährleistet und so nicht zuletzt an mündiges Handeln in einem totalitären Regime erinnert werden.

Die Veranstaltung beginnt am 26. Mai 2005, 18:00 Uhr, im Großen Saal des Roten Rathauses.
Am 27. Mai findet unter dem Titel "Die Globalisierung der Erinnerung - Das Internet als virtuelles Archiv" ein ergänzendes Kolloquium in Berlin statt.
Nähere Information erteilen Dr. Jens Schöne, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Aufarbeitung, Tel. 030/2324 7225, und Tom Sello von der Robert-Havemann-Gesellschaft, Tel.: 030/447 108 22.


Berlin, 23. Mai 2005

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