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Pressemitteilung vom 26.09.2005

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Zeugnisse jugendlicher Gegenkultur in der DDR


Am 27. September 2005 wird im Berliner Café Sibylle das Buch "mOAning star. Eine Ostberliner Untergrundpublikation" vorgestellt. Es lesen Dirk Moldt und Christiane Schidek; die Drucklegung wurde von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt.
Der „mOAning star“ war die Zeitschrift der evangelischen Offenen Arbeit und der Kirche von Unten in Berlin. Sie erschien in den letzten vier Jahren der DDR und wurde von Jugendlichen produziert, die sich dem Gleichschritt der FDJ entzogen hatten. Diese Jugendlichen suchten und fanden Freiräume in einer kleinen Gegengesellschaft, die sich im Dickicht der Stadt entwickelt hatte. Der „mOAning star“ ist ein Zeugnis dieser Generation. Zwanzig Jahre nach der ersten Ausgabe erscheint in der Schriftenreihe des Robert-Havemann-Archivs ein vollständiger Nachdruck, ergänzt durch ausführliche Erläuterungen zum Entstehungskontext und ein Vorwort von Wolfgang Rüddenklau. Die eigene Sprache, die sich in der DDR im Umfeld jugendlicher Opposition herausgebildet hat, macht für den Leser die Zeit nacherlebbar und verdeutlicht 15 Jahre nach der friedlichen Revolution abermals jene inneren Widersprüche, an denen die DDR letztlich zerbrach.

Die Buchvorstellung findet ab 19:00 Uhr in der Karl-Marx-Allee 72, Berlin-Friedrichshain, statt. Das von Dirk Moldt herausgegebene Buch "mOAning star. Eine Ostberliner Untergrundpublikation" ist als Band 10 der Schriftenreihe des Robert-Havemann-Archivs erschienen und zum Preis von 25 Euro im Buchhandel oder über die Robert-Havemann-Gesellschaft (archive@havemann-gesellschaft.de) erhältlich.


Berlin, 26. September 2005

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