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Veranstaltungsnachlese 2007

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Cover Veranstaltungskalender 2007

Im Nachgang zu unseren Veranstaltungen stellen wir Ihnen hier unterschiedliche Materialien und weiterführende Informationen zur Verfügung. Die Veranstaltungs-Mitschnitte liegen als mp3-Dateien vor und können heruntergeladen werden (Rechtsclick + speichern) oder direkt im Browser über eine installierte Erweiterung (Plugin) abgespielt werden.



Veranstaltungsnachlesen der Jahre: 2009 2008 2006 2005 2004 2003




Ausschnitt aus dem Flyer »Einsichten« Berlin, 15. Januar 2007

»Einsichten« 15 Jahre Öffnung der Stasiakten

Zeitzeugengespräch. Gemeinsam mit der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
und dem Deutschen Historischen Museum
Nach der Verabschiedung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes durch den Deutschen Bundestag im Dezember 1991 öffneten sich zum Jahresanfang 1992 die Türen zum neu eingerichteten Lesesaal der bald so genannten Gauck-Behörde: Endlich konnte Einsicht in die Stasi-Unterlagen genommen werden. Zu den ersten Nutzern zählten namhafte ehemalige DDR-Oppositionelle. In den darauf folgenden 15 Jahren ließen über 2,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger prüfen, ob zu ihrer Person Stasi-Akten vorliegen. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs werden Akteneinsichtnehmer der ersten Stunde über ihre damaligen Erwartungen, aber auch Befürchtungen bei der Lektüre der Akten berichten. Welche Konsequenzen hatte die Einsichtnahme für sie? Wie bewerten sie heute die Praxis und die Erfahrungen, die sich aus der Aktenöffnung ergeben haben?
Kurzinfo (540 kb) Tagungsbericht (19 kb)

Begrüßung (mp3; 17:10min; 6,00 MB)
Podiumsdiskussion (mp3; 74:43min; 26,00 MB)
Zeughauskino,
Unter den Linden 2,
10117 Berlin
18.-19. Januar Auseinandersetzung mit der totalitären Vergangenheit nach 1989.
Deutsche und tschechische Wege – ein Vergleich
Konferenz. Gemeinsam mit der Botschaft der Tschechischen Republik und dem
Tschechischen Zentrum
Wie gestaltete sich die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in der tschechischen Republik und wie in der Bundesrepublik Deutschland? Wie entwickelt sich die öffentliche Meinung zur kommunistischen Vergangenheit? Wer setzt sich in beiden Ländern für die Aufarbeitung ein und welche Einrichtungen wurden hierfür gegründet? Wie wird die Auseinandersetzung zukünftig aussehen? Diesen und anderen Fragen widmet sich die internationale Konferenz.
Tagungsbericht (120 kb)
Botschaft der Tschechischen
Republik in Berlin,
Wilhelmstr. 44,
10117 Berlin
Ausschnitt aus dem Flyer »Frieden schaffen ohne Waffen?« Berlin, 06. Februar 2007
Frieden schaffen ohne Waffen – Die Friedensbewegung in Deutschland und das Ende des Kalten Krieges
Zeitzeugengespräch. Gemeinsam mit Inforadio und der Landesvertretung Bremen
Im Herbst 1981 gingen in ganz Westeuropa die Menschen auf die Straße, um gegen die atomare »Nachrüstung« zu demonstrieren. Auch in der DDR formierte sich eine unabhängige Friedensbewegung. Am 25. Januar 1982 veröffentlichen der Kommunist Robert Havemann und der evangelische Pastor Rainer Eppelmann ihren »Berliner Appell«, der die Militarisierung der SED-Diktatur anprangerte, die junge Menschen drangsaliert, wenn sie den Aufnäher »Schwerter zu Pflugscharen« trugen. Das Bild der westdeutschen Friedensbewegung war uneinheitlich: Demonstrierte man »nur« gegen NATO Raketen oder auch gegen die SS 20? Inwieweit instrumentalisierte die SED die westdeutsche Friedensbewegung? Gab es grenzüberschreitende Kontakte zu den unabhängigen Gruppen im Osten? Beförderten Kriegsangst und Friedenssehnsucht die Herausbildung der DDR-Opposition? Hat die europäische Friedensbewegung in Ost und West die Blockkonfrontation aufgeweicht und damit den friedlichen Fall der Mauer mit möglich gemacht?
Veranstaltungsflyer (126KB) Veranstaltungsbericht (64 KB)

Veranstaltungsmitschnitt (mp3; 71:24min; 50,00 MB)

Vertretung der Freien
Hansestadt Bremen beim
Bund und für Europa,
Hiroshimastr. 24,
10785 Berlin
Ausschnitt aus dem FlyerAusschnitt aus dem Flyer »Zu Gast bei Freunden« Deutsch-deutsches Handballerleben Berlin, 15. Februar 2007

»Zu Gast bei Freunden« Deutsch-deutsches Handballerleben

Podiumsdiskussion anlässlich der Handball-WM 2007 in Deutschland. Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung und der Vertretung des Saarlandes beim Bund.
Sportliche Duelle zwischen Mannschaften der alten Bundesrepublik und der DDR standen immer im Focus der Medien und der politischen Eliten. Neben Fußball hatte Handball bei diesen sportlich-ideologischen Begegnungen eine herausragende Rolle, da sich die Mannschaften auf Augenhöhe befanden: Zwei Teams der Weltspitze standen sich auf dem Platz gegenüber. Deutschland gegen Deutschland war immer eine spannende Partie. Anlässlich der Handball-Weltmeisterschaft 2007, die in Deutschland stattfinden wird, widmet sich diese Veranstaltung den deutsch-deutschen Begegnungen der Vergangenheit und den sich darum rankenden Ereignissen.
Veranstaltungsflyer (468KB) Tagungsbericht (14 kb)

Begrüßung (mp3; 04:40min; 2,79 MB)
Rainer Eppelmann (mp3; 13:39min; 9,47 MB)
Podiumsdiskussion (mp3; 68:55min; 47,54 MB)
Vertretung des Saarlandes
beim Bund
In den Ministergärten 4
10117 Berlin
Ausschnitt aus dem Flyer Manfred Klein – Jugend zwischen den Diktaturen oder: Aus dem FDJ Zentralrat ins Gefängnis nach Bautzen Berlin, 13. März 2007

»Manfred Klein – Jugend zwischen den Diktaturen oder: Aus dem FDJ Zentralrat ins Gefängnis nach Bautzen«

Vortrags- und Zeitzeugenveranstaltung. Gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung
Am 13. März 1947 wird der damals 22jährige Christdemokrat Manfred Klein in Ost-Berlin vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet. Sein Schicksal teilten damals noch weitere junge Parteigänger der CDU, die sich dem Vormachtanspruch der SED verweigerten. Manfred Klein zählte indes nicht nur zu den Mitbegründern der FDJ, sondern vertrat seine Partei bis zu seiner Verhaftung auch in der Führung der Jugendorganisation. 1948 von einem Militärtribunal verurteilt, kam Klein nach Bautzen, von wo er 1956 entlassen wurde. Anhand Kleins Jugend zwischen den Diktaturen lässt sich nachzeichnen, wie der politische Neuanfang in der SBZ früh Kurs auf eine Diktatur genommen hat.
Veranstaltungsflyer (237KB) Veranstaltungsbericht (68KB)

Begrüßung Dr. Brigitte Kaff (mp3; 04:05min; 1,63 MB)
Rainer Eppelmann (mp3; 10:17min; 4,12 MB)
Vortrag Dr. Michael Richter (mp3; 32:37min; 13,06 MB)
Podiumsdiskussion (mp3; 62:17min; 24,95MB)
Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstr.35
10785 Berlin
Ausschnitt aus dem Stipendienplakat Berlin, 15. März 2007

»Die Sicht der Nachgeborenen: Kaderschmiede DDR-Forschung?«

Aufzeichnung einer Veranstaltung vom 15.03.2007 des rbb Inforadio.
Es diskustieren: Rainer Eppelmann, Prof. Martin Sabrow, Tom Sello, Sven Felix Kellerhoff und Alfred Eichhorn (Gesprächsleitung) mit den Stipendiaten der Stiftung Aufarbeitung: Thomas Kochan, Hedwig Richter, Kathleen Schröter und Daniel Friedrich Sturm.

Teil 1 (mp3; 13:44min; 5,50 MB)
Teil 2 (mp3; 17:58min; 7,20 MB)
Teil 3 (mp3; 17:59min; 7,20 MB)

20. März
19 Uhr
Buchpräsentation
Das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Stiftung Neue Synagoge Berlin — Centrum Judaicum laden ein zur Präsentation des Buches von Monika Schmidt „Schändungen jüdischer Friedhöfe in der DDR“ (Metropol Verlag 2007).
Begrüßung: Markus Meckel MdB, Ratsvorsitzender der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Monika Schmidt: Jüdische Friedhöfe in der DDR, Marion Neiss: Diffamierung mit Tradition
Podiumsdiskussion zum Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit jüdischen Friedhöfen mit Dr. Peter Fischer (Zentralrat der Juden in Deutschland), Monika Schmidt, Dipl.-Pol. (Zentrum für Antisemitismusforschung), Dr. Marion Neiss (Zentrum für Antisemitismusforschung), Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Benz (Zentrum für Antisemitismusforschung)

Veranstaltungsflyer (85KB)
Veranstaltungsbericht (33KB)
Stiftung Neue Synagoge Berlin
Centrum Judaicum,
(Raum Mifgash)
Oranienburger Straße 28–30,
10117 Berlin
20. März
20 Uhr
Zeitzeichen - „Helden der Arbeit?“
Eine Veranstaltungsreihe des Maxim Gorki Theaters Berlin, Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Unter dem Titel „Helden der Arbeit?“ wendet sich die März-Veranstaltung der Reihe „Zeitzeichen“ dem Thema „Arbeit in der DDR“ zu. Diskutiert wird über den Stellenwert von Arbeit in der SED-Diktatur, aber auch den Umgang mit Arbeitsverweigerung und verdeckter Arbeitslosigkeit.
Auf dem Podium diskutieren: B. K. Tragelehn Dr. Sven Korzilius Prof. Dr. André Steiner
Moderation: Marion Brasch
Foyer des Maxim Gorki Theaters,
Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin
März

Charta 77 im Kampf für die Menschenrechte und bürgerliche Freiheit (1977 bis 1989)
Internationale Konferenz. Gemeinsam mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V., Institut für Zeitgeschichte/Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, Tschechisches Nationalmuseum, Tschechoslowakisches Dokumentationszentrum und der Karls-Universität Prag
Die Konferenz zum 30. Jahrestag der Petition »Charta 77« widmet sich der Bedeutung, die die Bewegung der Charta für den Kampf um Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten in der Tschechoslowakei in den 1970er und 1980er Jahren hatte. Im Fokus steht die internationale Zusammenarbeit von Charta 77 mit NGOs, den Friedensbewegungen in den westeuropäischen Ländern und der bundesdeutschen Partei Die Grünen, wie auch der Aufbau eines Netzwerks zur Verteidigung der Menschen- und Bürgerrechte in den Ländern des Warschauer Pakts. Ziel der Konferenz ist die multiperspektivische Auseinandersetzung der Wissenschaft sowie der interessierten Öffentlichkeit mit den neuesten Forschungsergebnissen zur Wirkungsweise und Reichweite der Charta 77.

www.charta2007.cz
Prag
Anmeldung über Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung per Email: hait@
rcs.urz.tu-dresden.de
05. April
20 Uhr
Zeitzeichen - „Vom Lipsi zum Punk“
Eine Veranstaltungsreihe des Maxim Gorki Theaters Berlin, Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Unter dem Titel „Vom Lipsi zum Punk“ wendet sich die April-Veranstaltung der Reihe „Zeitzeichen“ dem Thema „Musik, Jugend und Jugendkultur“ zu.
Auf dem Podium diskutieren: Jürgen Balitzki, Musiker Dr. Michael Rauhut, Wissenschaftler und Publizist Robert Galenza, Autor „Wir wollen immer artig sein – Punk in der DDR“
Moderation: Marion Brasch
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion spielte die Band Tarwater.
Foyer des Maxim Gorki Theaters,
Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin
11. April
19 Uhr
Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion: „Das hat´s bei uns nicht gegeben“ – Antisemitismus in der DDR
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms CIVITAS und der Freudenberg Stiftung zur Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion „Das hat´s bei uns nicht gegeben“ – Antisemitismus in der DDR ein.
Oft wird darüber diskutiert, woher der Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern kommt. Erklärungen suchen Politik und Wissenschaft meist in sozialen Kontexten. Außer Acht gelassen wird jedoch häufig ein anderer Aspekt: Auch der Osten Deutschlands war Teil des nationalsozialistischen Täterlandes. Somit hatte auch die DDR sich mit seinem Erbe auseinander zu setzen. Der Staat aber erklärte die Bevölkerung zu einem Volk von Antifaschisten. Auch in den Familien oder Gemeinden fand in der Regel keine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit statt. So blieb der Bodensatz des Antisemitismus unangetastet. Doch bis heute hält sich der Mythos, es hätte in der DDR keinen Antisemitismus gegeben. 76 Jugendliche haben in acht ostdeutschen Städten zu diesem Thema geforscht. Sie haben Fragen gestellt und Fakten recherchiert. Ihre Ergebnisse werden in dieser Ausstellung präsentiert. Das Gesamtkonzept der Ausstellung wurde in Zusammenarbeit von Dr. Bettina Leder und der Amadeu Antonio Stiftung erarbeitet und umgesetzt und von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.
Auf dem Podium diskutieren: Wolf Biermann, Liedermacher und Dichter, Anetta Kahane, Vorstandsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Carolin Kügler von der Nelson-Mandela-Schule als Projektteilnehmerin und Heike Radvan, Projektleiterin der Amadeu Antonio Stiftung. Das Gespräch wird von Dr. Petra Lidschreiber Rundfunk Berlin-Brandenburg, Ressortleiterin Mittel- und Osteuropa moderiert.
Rotes Rathaus in Berlin, Wappensaal Rathausstrasse 15, 10173 Berlin
17. April
19 Uhr
Schein und Wirklichkeit. Die SED vor und während der friedlichen Revolution 1989/90
Ein Zeitzeugengespräch mit Wolfgang Berghofer. Präsentation des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2007. Gemeinsam mit der Landesvertretung Thüringen
Im April 2007 erscheint das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung zum vierten Mal. Die Ausgabe 2007 enthält u. a. Beiträge zum Widerstand gegen kommunistische Regime in Europa und Asien sowie zum 90. Jahrestag der Oktoberrevolution. Der Übergang von der SED zur PDS ist Gegenstand eines im Jahrbuch veröffentlichten Interviews, das Mitherausgeber Manfred Wilke mit dem ehemaligen Dresdener Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer geführt hat. Dieses Gespräch wird aus Anlass der Jahrbuch-Präsentation im öffentlichen Rahmen fortgesetzt.

Veranstaltungsflyer (249 KB)
Veranstaltungsbericht (33KB)
Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund, Mohrenstr. 64, 10117 Berlin
18. April
11 Uhr
Einweihung der Sondertafel „Torstraße 1“ der Geschichtsmeile Berliner Mauer
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt gemeinsam mit der Senatskanzlei Berlin – kulturelle Angelegenheiten - und dem Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V. zur Einweihung der Sondertafel „Torstraße 1“ der Geschichtsmeile Berliner Mauer am ehemaligen Kreditkaufhaus Jonas/„Haus der Einheit“ ein.
Kulturstaatssekretär André Schmitz und Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aufarbeitung, werden die Gedenktafel gemeinsam einweihen. Die gläserne Stele erinnert in deutscher, englischer, französischer und russischer Sprache an die wechselvolle Geschichte des 1928-29 errichteten Hauses. Konzipiert wurde der Bau als Warenhaus, doch das „Kreditkaufhaus Jonas“ wurde im Zuge der s.g. „Arisierung“ durch die Nationalsozialisten enteignet, die Eigentümerfamilien verfolgt und in die Emigration gezwungen. Während der NS-Diktatur wurde das Haus zum Bürogebäude umfunktioniert und vom „Reichsjugendführer der NSDAP“ beansprucht. 1946 wurde es zum ersten Sitz der Parteiführung der SED und zum Machtzentrum der frühen DDR. Aus den Büros im „Haus der Einheit“ wurden innerparteiliche „Säuberungen“ und politisch begründete Todesurteile gegen Regimegegner angeordnet und Stalins „beschleunigter Aufbau des Sozialismus“ vorbereitet. Ab 1956 nutzte das Geschichtsinstitut des ZK der SED, das Institut für Marxismus-Leninismus das Haus.
Haus der Einheit, Torstraße 1, 10119 Berlin
18.-21. April 5. Internationales Gedenkstättenseminar Kreisau
Gemeinsam mit der Gedenkstätte Kreisau, Evangelische Akademie Berlin, Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens in Kreisau stehen die verschiedenen Wahrnehmungen und Deutungen über die Vergangenheit in den einstmals kommunistisch beherrschten Staaten Europas. Wie werden geschichtspolitische Auseinandersetzungen in einzelnen Ländern und an konkreten Institutionen geführt und wie werden diese von »außen« wahrgenommen und interpretiert. Institutionen aus verschiedenen Ländern stellen ihre Konzepte zur Vermittlung von Geschichtsbildern und Reaktionen darauf vor. Die Tagung bietet ein Forum, um die Möglichkeiten der Vermittlung historischen Wissens darzustellen und die inhaltlichen und konzeptionellen Schwierigkeiten zu beleuchten.

Anmeldung (38KB)
Einladung (81KB)
Tagungsbericht (80KB)
Anmeldung und Programm ab März 2007 unter www.krzyzowa.org.pl Veranstaltungsort: Internationale Jugendbegegnungsstätte Kreisau, Krzyzowa 7, PL 58 112 Grodziszcze, Polen
25. April
18 Uhr
»Gedenkt ihrer mit Nachsicht? Die DDR in der deutschen Erinnerungskultur«
Gemeinsam mit Deutschlandradio Kultur und der Landesvertretung Sachsen-Anhalt beim Bund.
Was war sie eigentlich, die DDR? Eine Diktatur. Darauf können sich die meisten einigen. Doch mit dem Begriff fängt der Deutungsstreit an: War die SED-Diktatur totalitär oder autoritär; oder war sie nur eine Fürsorgediktatur, in der ein wahres Leben im Falschen die Regel war? Für viele war die DDR ein Unrechtsstaat, andere wollen sie nicht in einem Atemzug mit der vorausgegangenen NS-Diktatur genannt hören. Wechselseitig wird eine Bagatellisierung der SEDDiktatur oder eine Relativierung des Nationalsozialismus beklagt. Gibt es ein »zu viel« an DDR-Aufarbeitung? Ist die DDR-Geschichte nur eine Regionalgeschichte der Ostdeutschen? Oder gilt es, die geteilte deutsche Nachkriegsgeschichte heute mehr denn je als gemeinsame Geschichte zu erinnern? Wie kann, darf oder muss diese Geschichte erzählt werden? Als gescheitertes Experiment? Als illegitim von Beginn an? Wie geht die Gesellschaft mit den Tätern, wie mit den Opfern der SED-Diktatur um? Was bleibt von der DDR? Seit 1990 wird die Auseinandersetzung mit der deutschen Teilung und der SED-Diktatur häufig mit Schärfe geführt. Nach wie vor gibt es keinen Konsens über den Ort der DDR in der deutschen Erinnerungskultur. Das Podiumsgespräch soll dazu beitragen, diese Ortsfindung am Abend des 25. April weiter voran zu bringen.

Es diskutieren:
Professor Dr. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Robert Ide, Redakteur Der Tagesspiegel
Professor Dr. Paul Nolte, Historiker, FU Berlin
Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages
moderiert von Stephan Detjen, Deutschlandradio Kultur

Veranstaltungsflyer (240 KB)
Veranstaltungsbericht (33KB)

Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Luisenstrasse 18
10117 Berlin
7. Mai 19:30 Unangepasst! Künstlerfilme der 1980er Jahre aus der DDR
Filmabend mit Claus Löser. Gemeinsam mit der Kunsthochschule für Medien Köln und Sichtwechsel - Agentur für Kunst und Kulturgeschichte.
Unangepasste Filme – das heißt an diesem Abend sowohl politischer Ungehorsam als auch ästhetische Eigenständigkeit. Acht Kurzfilme aus der DDR, die in Westdeutschland selten zu sehen sind, bieten ein breites Spektrum filmischen Undergrounds der 80er Jahre – darunter Düsteres (Lutz Dammbeck: Hommage à La Sarraz/Gino Hahnemann: September September), Poetisches (Cornelia Klauß: Samuel) und Surreales (Cornelia Schleime: Unter weißen Tüchern). In einer kurzen Einführung fragt Claus Löser nach den Grenzen und Freiräumen der Filmlandschaft DDR. Wie war unangepasstes Filmemachen überhaupt möglich? Wie lassen sich die Übergänge zwischen Ungehorsam, Anpassung und Opportunismus beschreiben? Das Kölner Publikum darf sich auf wichtige Korrektive zum sonst fast völlig gleichgeschalteten Bilderkanon der DDR-Realität und auf Gespräche mit dem Filmexperten freuen!

Veranstaltungsflyer (141 KB)
Veranstaltungsbericht (18 KB)
Kunsthochschule für Medien Köln, Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln
8. Mai 18:30 Uhr Grenzüberschreitung. Die Rezeption von Kunst aus der DDR in der Bundesrepublik Deutschland
Podiumsdiskussion. Gemeinsam mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn und dem Kunstmuseum Bonn
Welche Künstler der DDR bekamen Ausstellungen in der Bundesrepublik? Welche Urteile wurden über sie gefällt? Welches Bild des Sozialismus wurde über das Medium Kunst nach Westdeutschland transportiert? Was waren die offiziellen und inoffiziellen Wege für einen künstlerischen Austausch über die innerdeutsche Grenze hinweg? Und welche Motivation hatten ostdeutsche Kulturfunktionäre für einen Kulturtransfer in den Westen? In der Diskussion sollen Antworten auf diese Fragen zu einem bislang kaum beachteten Themenbereich der deutsch-deutschen Geschichte gefunden werden. Eingeladen sind Künstler, Ausstellungsmacher, Kunsthändler, Kunstkritiker, Kulturpolitiker und Wissenschaftler, die bereits vor 1989/90 die Rezeption von Kunst aus der DDR in der Bundesrepublik maßgeblich geprägt haben.

Veranstaltungsflyer (458 KB)
Veranstaltungsbericht (14 KB)
Kunstmuseum Bonn, Museumsmeile, Friedrich-Ebert- Allee 2, 53113 Bonn
11.-12. Mai Spiele um Grenzen: Germanistik von der Weimarer bis zur Berliner Republik
Tagung. Gemeinsam mit dem Fachbereich Germanistik der Universität Siegen
Mit welchen Strategien reagierte das zentrale geisteswissenschaftliche Fach Germanistik auf die politisch-gesellschaftlichen Umbrüche und Systemwechsel 1933, 1945 und 1989. Wie entwickelte sich dabei die Germanistik in der Bundesrepublik und in der DDR, welche Parallelen oder Unterschiede gab es? Und wie kann das »Erbe der DDR-Germanistik« nach 1989 diskutiert werden? Diesen und anderen Fragen widmet sich die in Siegen stattfindende Tagung, auf der erstmals die Habilitationsschrift von Gerhard Kaiser zur Germanistik im Nationalsozialismus und die von der Stiftung Aufarbeitung geförderte Dissertation von Jens Saadhof zur Germanistik in der DDR präsentiert werden. Beide Arbeiten erscheinen in 2007.

Veranstaltungsflyer (132 KB)
Universität Siegen. Anmeldung per Email über: bollenbeck@
germanistik.uni-siegen.de
Ausschnitt aus dem Flyer»Farbenspiele« Berlin, 24. Mai

»Farbenspiele«- die Ukraine nach der Revolution in Orange

Buchpräsentation und Autorengespräch mit Wolfgang Templin. Moderation: Christian Booß, Journalist
Der Publizist Wolfgang Templin, seit Jahren in den ostmitteleuropäischen Reformländern unterwegs, geht in diesem Buch den Voraussetzungen und Folgen des Umbruchs von 2004 in der Ukraine nach. Im Rückblick auf die sowjetische Geschichte, im Kontakt und Austausch mit ukrainischen, polnischen und belarussischen Akteuren, in Gesprächen und Interviews folgt er dem Weg der Ukraine in die Unabhängigkeit und auf den Majdan. Er stellt die Konflikte und Auseinandersetzungen um die kulturelle Identität und den politischen Standort eines Landes dar, das als ehemaliger Teil des sowjetischen Imperiums seinen eigenen Weg nach Europa sucht.
Veranstaltungsflyer (132 KB)

Begrüßung Christian Booß (mp3; 00:35min; 415 KB)
Begrüßung Werner Schulz (mp3; 06:25min; 4,40 MB)
Teil 1 (mp3; 39:14min; 26,95 MB)
Teil 2 (mp3; 28:18min; 19,44 MB)
Teil 3 (mp3; 12:51min; 8,82 MB)
Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund, Mohrenstr. 64, 10117 Berlin
7. Juni 19:00 Matthias Domaschk und der Jenaer Widerstand
Buchvorstellung. Gemeinsam mit der Landesvertretung Thüringen
Am 12. Juni 2007 wäre Matthias Domaschk 50 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erscheint das neue Buch von Freya Klier: »Matthias Domaschk und der Jenaer Widerstand«. Die Autorin schreibt über das Leben des unbequemen DDR-Bürgers, der im April 1981 aus ungeklärter Ursache in Stasi-Haft starb, und über die besonders aktive oppositionelle Szene in der Stadt Jena. Dabei vermittelt Klier einen tiefen Einblick in die Lebenswelt rebellierender Jugendlicher in der DDR der 1970er und 1980er Jahre.

Veranstaltungsflyer (850 KB)
Veranstaltungsbericht (34 KB)
Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund, Mohrenstr. 64, 10117 Berlin
Ausschnitt aus dem Flyer Intellektuelle in den Knast Berlin, 14. Juni 2007

»Kaltgestellt«– Intellektuelle in den Knast

Gedenkveranstaltung und Podiumsgespräch mit Erich Loest und Gustav Just, Moderation: Christoph Links.
Gemeinsam mit der Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Im Jahr 1957, vier Jahre nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953, werden prominente Kritiker der SED-Herrschaft verhaftet, verurteilt und wegen »konterrevolutionärer Gruppenbildung« inhaftiert. Weil sie sich über alternative Sozialismusmodelle in der DDR Gedanken machten, verschwanden Wolfgang Harich, Gustav Just, Walter Janka, Erich Loest u. a. für Jahre in den Gefängnissen der DDR. 50 Jahre später soll an diesen Willkürakt erinnert und über die Ursachen sowie die Folgen des Geschehens für den Einzelnen und für die Entwicklung einer oppositionellen Bewegung in der DDR diskutiert werden.
Veranstaltungsflyer (225 KB) Veranstaltungsbericht (13 KB)

Begrüßung Dr. Michael Schneider (mp3; 07:46min; 5,34 MB)
Lesung Erich Loest (mp3; 24:48min;17,02 MB)
Podiumsdiskussion (mp3; 47:25min; 32,56 MB)
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstr. 18, 10117 Berlin
15.-17.
Juni
Widerstand gegen den Kommunismus als Teil der europäischen Freiheitsbewegungen
11. Kongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Stiftung Aufarbeitung mit den Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen
Zum 11. Kongress kommen die Verfolgtenverbände und Aufarbeitungsinitiativen im sächsischen Görlitz zusammen. Am 54. Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 soll in einem der Zentren des Aufstandes außerhalb Berlins über Ursachen, Folgen und Verlauf des Volksaufstandes im Kontext der europäischen Freiheitsbewegungen sowie seine Bewertung in der deutschen Erinnerungskultur nachgedacht werden. Dies geschieht in bewährter Weise durch Vorträge und Gesprächsrunden. Eine Exkursion zu einschlägigen Gedenkorten rundet die Tagung ab.
Görlitz.
Teilnahme nur auf Einladung
Ausschnitt aus dem Flyer Eine Alternative? Berlin, 20. Juni 2007

»Eine Alternative?« Reformhoffnungen in der Ära Honecker

Vortrag und Podiumsgespräch mit Ulrike Poppe, Guntolf Herzberg, Ulrich Schwarz, Wolfgang Templin. Gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung, Inforadio und der Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Vor 30 Jahren veröffentlichte Rudolf Bahro sein Buch »Die Alternative. Zur Kritik des real existierenden Sozialismus« vorab im Magazin »Der Spiegel«. Der einst regimetreue Journalist sezierte darin die Anatomie des real existierenden Sozialismus und entwarf seine Strategie einer kommunistischen Alternative. Im August 1977 kam er in Stasi-Haft und wurde zu einem der bedeutendsten Dissidenten der DDR. Vortrag und Podiumsgespräch gehen der Frage nach, welchen Stellenwert »Die Alternative« für die oppositionellen Gruppen in der DDR hatte. Wie sahen andere Reformvorstellungen aus? Und warum gelang es dem SED-Regime trotz massiver Repression seit Mitte der 1970er Jahre nicht, die Erneuerungshoffnungen der Bevölkerung zu ersticken und der entstehenden Oppositionsbewegung Herr zu werden?
Veranstaltungsflyer (141 KB) Veranstaltungsbericht (18 KB)

Die Aufzeichnung der Veranstaltung wurde am 26.08.2007 im RBB inforadio gesendet.
Begrüßung
Dr. Michael Schneider (mp3; 05:34min; 3,92 MB)
Begrüßung Michael Stognienko
(mp3; 02:15min; 1,58 MB)
Einführung Wolfgang Templin
(mp3; 30:53min; 21,72 MB)
Teil 1 (mp3; 03:42min; 2,60 MB)
Teil 2 (mp3; 14:20min; 10,01 MB)
Teil 3 (mp3; 21:44min; 15,29 MB)
Teil 4 (mp3; 27:04min; 19,04 MB)
Teil 5 (mp3; 10:03min; 7,08 MB)
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund,
Luisenstr. 18,
10117 Berlin
03.-04.
Juli
Das Lager als menschliche Grenzerfahrung – Varlam Šalamarov (1907 – 1982) zum Gedenken
Konferenz. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e. V.
Die Sowjetunion war im 20. Jahrhundert durch ein Netz von Straflagern unterschiedlicher Funktion und Größe überzogen – dem GULAG. Unzählige Menschen wurden hier aus politischen Gründen inhaftiert. Zum Gedenken an den 100. Geburtstag des Dichters und Chronisten des GULAG, Varlam Šalamarov, sollen in einer Veranstaltungsreihe Leben und Leiden im Lager als Grunderfahrungen kommunistischer Herrschaft thematisiert werden. Ausgehend von individuellen Lager- und Leidenserfahrungen werden die dahinter stehenden Strukturen von Repression und diktatorischem Alltag im Diskurs von Experten und interessierter Öffentlichkeit diskutiert.

Veranstaltungsflyer (468 KB)
Tagungsbericht (69 KB)
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
05.
Juli
»geschichts-codes«: grenzen-los!
Ausstellungseröffnung. Gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt
Zum 45. Jahrestag des Mauerbaus stellte die Stiftung Aufarbeitung 2006 ihren vierten Plakat-Wettbewerb »geschichts-codes« unter das Motto »grenzen- los«. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs standen die verblassenden Spuren der ehemaligen innerdeutschen Grenze, der zukünftige Umgang mit diesen historischen Zeugnissen und die Frage nach dauerhaften Erinnerungsformen an die deutsche Teilung.

Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel (32 KB)
Rede Rainer Eppelmann (29 KB)
Veranstaltungsbericht (12 KB)
Bundeskanzleramt, Berlin
19.-22.
Juli
III. Promovierendentage zur deutschen Zeitgeschichte nach 1945
Gemeinsam mit dem Institut für Hochschulforschung Wittenberg
Die »3. Promovierendentage« richten sich 2007 an alle Doktoranden, die sich mit der Geschichte der SED-Diktatur im Rahmen der deutschen Teilung und deren Überwindung befassen. Geschichte, die noch ›qualmt‹ ist der Fokus der Arbeitstagung.Debatten über die deutsche Zeitgeschichte nach 1945 werden verknüpft mit der Vermittlung von Strategien und Techniken, die für die Promotionsphase unerlässlich sind. Methodenschwerpunkt der diesjährigen »Promovierendentage« ist Projektmanagement.

Interessenten wenden sich an Jens Hüttmann, Email: institut@hof.uni-halle.de
Tagungszentrum der Stiftung Leucorea, Collegienstraße 62, 06886 Lutherstadt Wittenberg
13.
August
19 Uhr
»Letzter Vorhang?« Die Mauer im Spiegel des deutschen Kinos
Filmvortrag. Anlässlich des 46. Jahrestages des Mauerbaus. Gemeinsam mit der Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Der Filmwissenschaftler Claus Löser führt mit seinem Vortag und Filmausschnitten in die mediale Darstellung der deutschen Teilung und ihrer menschenverachtenden Grenzanlagen ein. Spielerisch und ironisch ging Billy Wilder in seinem 1961 gedrehten Film »1,2,3« mit der noch offenen Sektorengrenze in Berlin um. Als der Film in die Kinos kam, stand die Mauer. Der Film floppte. 1969 brachte Wolfgang Menge »Die Dubrow-Krise« auf den Fernseh-Schirm. Der fiktive Ort Dubrow an der innerdeutschen Grenze war durch einen kartographischen Fehler zu unrecht Teil der DDR und wird über Nacht von den DDR-Grenztruppen in den Westen »ausgemauert«. Und auch James Bond machte »Jagd auf Octopussy« am Checkpoint Charlie. Zum Bild- Repertoire des Kalten Krieges gehören die Grenzanlagen der ehemaligen DDR sowohl im Unterhaltungskino wie im Dokumentarfilm, wie Löser eindrucksvoll präsentieren und gesellschaftspolitisch einordnen wird.
Veranstaltungsflyer(600 KB)
Veranstaltungsbericht (18 KB)
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund,
Luisenstr. 18,
10117 Berlin
14.-15.
September
Gedenkstättenarbeit und oral history Tagung.
Gemeinsam mit »Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.«
Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit Zeitzeugen an Gedenkstätten mit sog. mehrfacher Vergangenheit: Wie ist es möglich, die komplexe Ortsgeschichte im Nationalsozialismus, der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR nachvollziehbar darzustellen? Darüber hinaus wird die Perspektive von Anwohnern in der unmittelbaren Nachbarschaft von Konzentrationslagern, Speziallagern und Gefängnissen thematisiert werden. Welche Unterschiede gibt es in Ost- und Westdeutschland? Wie werden »Mitläufer« und »Zuschauer« in Schülerprojekten und Führungen bewertet? Wie wird mit Täterbiographien umgegangen?

Anmeldung bis zum 01. August 2007 über buero@stiftung-aufarbeitung.de

Programm und Informationen zur Anmeldung (118 KB)
Ver.di Tagungszentrum Wannsee
17.
September
19 Uhr
Schwarze Pyramiden, rote Sklaven
Der Streik in Workuta im Sommer 1953. Podiumsgespräch. Gemeinsam mit der Landesvertretung Sachsen-Anhalt.
In der Geschichte der Lager des sowjetischen Gulag nimmt Workuta einen besonderen Platz ein. Die unwirtlichen Verhältnisse nördlich des Polarkreises haben unter den hier Gefangenen während mehrerer Jahrzehnte brutaler Zwangsarbeit unzählige Opfer gefordert, ein rigides Lagerregime trug zum jämmerlichen Dasein der scheinbar von aller Welt abgeschlossenen Inhaftierten bei. Umso bemerkenswerter, daß gerade hier im Juli / August 1953 ein Streik politischer Häftlinge aus über 30 Ländern in einen Aufstand mündete, der trotz blutiger Niederschlagung aus heutiger Sicht wie ein Fanal erscheint.

Podiumsgespräch mit Dr. Eva Ochs, Horst Schüler, Dr. Karl Wilhelm Fricke, Dr. Wladislaw Hedeler, moderiert von Dr. Jens Hüttmann
Veranstaltungsflyer(733 KB)
Veranstaltungsbericht (17 KB)
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund,
Luisenstr. 18,
10117 Berlin
20.-23.
September
Eröffnung 20.9., 18 Uhr
Aufarbeitung der Diktatur – Diktat der Aufarbeitung?
Normierungsprozesse beim Umgang mit diktatorischer Vergangenheit Konferenz. Gemeinsam mit dem Graduiertenkolleg zur Zeitgeschichte »Diktaturüberwindung und Zivilgesellschaft in Europa« der Universität Heidelberg
Der deutsche Umgang mit NS- und SED-Diktatur wird häufig als Vorbild für die Aufarbeitung diktatorischer Vergangenheit angeführt. Er scheint als eine Art Norm zu fungieren, an der sich andere europäische Staaten orientieren und ihre jeweiligen Aufarbeitungsprozesse messen. Zudem lassen sich auf europäischer Ebene Bemühungen feststellen, verbindliche Richtlinien und Standards für Diktaturbewältigung festzulegen. Im Rahmen der internationalen und interdisziplinären Tagung werden diese Entwicklungen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken erstmals Gegenstand der wissenschaftlichen Analyse.

Interessenten wenden sich an Katrin Hammerstein, Katrin.Hammerstein@urz.uni-heidelberg.de
Heidelberg
26.
September
19 Uhr
»Kirche Mittendrin«
Eine Veranstaltung der Reihe "Auf dem Weg zur Friedlichen Revolution? Berlin 1987" des Berliner LStU, Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Das Spannungsfeld Kirche, Politik und Gesellschaft prägte die DDR von Anbeginn. Harte Repressionen des Staates wechselten mit Versuchen, die Kirchen und ihre Mitglieder für den Sozialismus zu gewinnen. Aber auch für die Kirchen selbst war die Frage nach dem richtigen Maß von Abgrenzung und Kooperation zentral und führte wiederholt zu massiven Auseinandersetzungen. Das galt insbesondere für das Jahr 1987 und soll im Rahmen der Veranstaltung detailliert erörtert werden.
Es diskutieren: Rainer Eppelmann, Martin-Michael Passauer, Christa Sengespeick-Roos; Moderation: Gerhard Rein
Veranstaltungsflyer (425 KB)
Vortrag von Generalsuperintendent Martin-Michael Passauer (34 KB)
Veranstaltungsbericht (14 KB)

Karl-Liebknecht-Straße 8,
10178 Berlin
26.-28.
September
»Der heimliche Leser in der DDR«
Wissenschaftliche Konferenz über die Verbreitung und Kontrolle illegaler Literatur in der DDR, gemeinsam mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Buchwissenschaft der Leipziger Universität
Der neugierige Bewohner des „Leselandes“ DDR las am liebsten, woran besonders schwer heranzukommen war. Von der Zensur und vom Zoll ausgegrenzte, mehr oder minder verbotene Bücher und Zeitschriften, die zumeist, aber keineswegs immer aus dem Westen kamen, wurden über die Grenze geschmuggelt, den Hütern der Giftschränke in den Bibliotheken abgeluchst und auf der Messe gestohlen. Man las „zwischen den Zeilen“, organisierte illegale Lesezirkel oder schrieb sogar ganze Bücher ab. Eine Welt ohne Kopiergeräte, in der sogar die Schreibmaschinen von der Stasi überwacht wurden: Für die nachgeborenen Bewohner unserer Informationsgesellschaft ist es kaum noch vorstellbar, welche Energien freigesetzt und originelle Tricks ersonnen wurden, um die unsichtbare Mauer zu überwinden, die die staatliche Literaturpolitik errichtet hatte. Die gemeinsam vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Buchwissenschaft der Leipziger Universität organisierte und von der Stiftung Aufarbeitung geförderte Konferenz stellt die „heimlichen Leser“ in der DDR in ihren Mittelpunkt. Wissenschaftler und Zeitzeugen verschiedener Generationen aus Ost und West, Büchermacher und Bücherschmuggler, Bibliothekare, Theologen und Untergrundpublizisten, der ehemalige Postkontrolleur und sein westdeutscher Antagonist vom RIAS, die Repräsentanten höchst unterschiedlicher Milieus kommen zusammen, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen. Dabei geht es um die illegale „Verbringung“ und Lektüre höchst unterschiedlicher Bücher und Textarten: um Rudolf Bahros „Die Alternative“, um „Bravo“, „Kicker“ und Karl May, um George Orwells „1984“ genauso wie um den „Wachtturm“ der Zeugen Jehovas, um westliche Propagandaschriften, die von Heißluftballons abgeworfen wurden, und um erotische und Science-Fiction Literatur.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Siegfried Lokatis; E-Mail: lokatis@uni-leipzig.de; Tel.: +49 341 973 5721

Veranstaltungsflyer(126 KB)
Haus des Buches,
Gerichtsweg 28,
04103 Leipzig
02.
Oktober
18 Uhr
»Damit es nicht vergessen wird«
Vernissage und Ausstellung. Gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung
Fernando Belaúnde Terry, Alan García Pérez und Alberto Fujimori herrschten als Präsidenten über Peru zwischen 1980 und 2000, keiner von ihnen konnte jedoch die Terrorgruppen Sendero Luminoso (die kommunistische Guerillagruppe Leuchtender Pfad) und die native revolutionäre Bewegung Túpac Amaru verhindern. Leidtragende war die Bevölkerung Perus, die sowohl von Armee, wie auch von den Terrorgruppen unterdrückt wurde. Vermutlich mehr als 60.000 Tote, unzählige Opfer von Folter, Entführungen und »Verschwindenlassen «; mehr als 600.000 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben und leben noch heute als Flüchtlinge im eigenen Land – dies ist die traurige Bilanz von 20 Jahren politischer Gewalt und Terror in Peru. Von 2001-2003 hat die Wahrheits- und Versöhnungskommission in Peru versucht, die Gräueltaten zu dokumentieren. Hierzu zählen auch unzählige Fotografien, die das Leid und Unrecht zeigen. Rund 60 Fotografien werden nun erstmals in Deutschland präsentiert.

Die Ausstellung kann bis zum 28. Oktober im Rathaus Schöneberg besucht werden.
Veranstaltungsflyer (274 KB)
Veranstaltungsbericht (14 KB)
Rathaus Schöneberg,
John-F.-Kennedy-Platz,
10825 Berlin
Ausschnitt aus dem Flyer 15 Jahre SED-Unrechtsbereinigung Berlin, 25. Oktober 2007
15 Jahre SED-Unrechtsbereinigung
Podiumsdiskussion
Am 4. November 1992 ist das strafrechtliche Rehabilitierungsgesetz als Artikel 1 des ersten Gesetzes zur Bereinigung von SED-Unrecht in Kraft getreten. Ihm folgte 1994 das zweite Gesetz zur Bereinigung von SED-Unrecht, welches das verwaltungsrechtliche und das berufliche Rehabilitierungsgesetz beinhaltet. Mit den Rehabilitierungsgesetzen wurden Möglichkeiten geschaffen, die Situation der Opfer der SED-Diktatur zu verbessern und sie für erlittenes Unrecht und Leid zu entschädigen. Auf der Veranstaltung soll eine Bilanz gezogen sowie nachgefragt werden, inwieweit die Rehabilitierungsgesetze, die an sie gestellten Erwartungen erfüllen.
Veranstaltungsflyer (425 KB) Veranstaltungsbericht (18 KB)

Begrüßung
Rainer Eppelmann (mp3; 15:05min; 10,36 MB)
Teil 1 (mp3; 21:36min; 14,84 MB)
Teil 2 (mp3; 20:19min; 13,95 MB)
Teil 3 (mp3; 06:39min; 4,57 MB)
Teil 4 (mp3; 09:52min; 6,78 MB)
Teil 5 (mp3; 08:08min; 5,58 MB)
Teil 6 (mp3; 13:40min; 9,39 MB)
Teil 7 (mp3; 07:50min; 5,38 MB)

Abgeordnetenhaus von Berlin,
Raum 376,
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin


Ausschnitt aus dem Flyer geschichtscodes Berlin, 05. November 2007

»geschichtscodes - Entwurf für ein Denkmal für Freiheit und Einheit«

Preisverleihung und Vernissage.
Anlässlich des 18. Jahrestages von friedlicher Revolution und Mauerfall Vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskussion um ein würdiges und angemessenes Gedenken an Opposition und Widerstand in der DDR wie auch an die Wiedererlangung von Freiheit und Demokratie und schließlich der deutschen Einheit lobte die Stiftung 2007 einen Entwurfswettbewerb aus. Aufgabe für die Studierenden ist es, Entwürfe für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal anzufertigen und es in der Mitte Berlins zu verorten. Mit diesem Denkmal soll an all jene erinnert werden, die sich gegen Diktatur und Unfreiheit für die Freiheit und die Überwindung der SED-Diktatur und der deutschen Teilung eingesetzt haben.
Veranstaltungsbericht (14 KB)

Begrüßung Markus Meckel
MdB und Ratsvorsitzender Bundesstiftung Aufarbeitung (mp3; 06:22min; 4,48 MB)
Grußwort Dr. Norbert Lammert
Präsident des Deutschen Bundestages und Schirmherr des Wettbewerbs (mp3; 11:43min; 8,20 MB)
Wolfgang Tiefensee
Bundesminister (mp3; 10:53min; 7,60 MB)
Preisverleihung Rainer Eppelmann
Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung (mp3; 16:22min; 11,50 MB)
Nikolaikirche,
Nikolaikirchplatz
10178 Berlin
07.
November
19 Uhr
Wittstock statt Woodstock – Hippies in der DDR
Filmvorführung und Podiumsdiskussion. Gemeinsam mit der Theodor Heuss Stiftung
»Hippies in der DDR – Wittstock statt Woodstock« ist ein von der Stiftung Aufarbeitung geförderter Dokumentarfilm betitelt, der eine politische Subkultur zwischen Verweigerung und offenem Protest porträtiert. Im Film werden die Lebensentwürfe der »Jeans- und Parka-Fraktion« mit den Leitbildern der SED konfrontiert und Berührungspunkte zur Oppositionsbewegung in der DDR aufgezeigt. Im Anschluss diskutieren Zeitzeugen über eine Jugendkultur, die sich in den späten sechziger Jahren aus den USA nach Europa verbreitete und sich auch vom Eisernen Vorhang nicht aufhalten ließ.
Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Im Himmelsberg 16, 70192 Stuttgart
08.-10.
November
Das geteilte Deutschland im Europa des 20. Jahrhunderts
Deutschlandforschertagung. Gemeinsam mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, der Bundeszentrale für politische Bildung in Verbindung mit dem Deutschland Archiv
Die Deutschlandforschertagung widmet sich in thematischen Sektionen Zäsuren und Brüchen, Kontinuitäten und Parallelen sowie dem Wandel der Erinnerungskultur in Bezug auf zentrale politische, ökonomische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungslinien in der Geschichte des geteilten Deutschlands. Mehr als vierzig namhafte Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland wurden im ersten Halbjahr 2007 im Rahmen eines »Call for Papers« für die Konferenz gewonnen. Diese richtet sich an Wissenschaftler wie auch Multiplikatoren aus den Bereichen politische Bildung sowie Museen und Gedenkstätten.

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung.
Interessenten wenden sich an den Direktor des ZZF, Professor Dr. Martin Sabrow, deutschlandtagung2007@zzf-pdm.de

Tagungszentrum der Stiftung Leucorea, Collegienstraße 62, 06886 Lutherstadt Wittenberg
15.-16.
November
Hungersnot in der Ukraine Tagung
Gemeinsam mit der Umweltbibliothek Großhennersdorf und dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig
Auf dieser international besetzten Tagung wird der aktuelleForschungsstand zum Thema Holodomor im Zusammenhang mit der Thematik »Hunger als Repressionsmittel in kommunistischen Diktaturen« dargestellt und diskutiert.

Programm (610 KB)
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
23.
November
19.00 Uhr
Ich werde diesem Lande nicht entrinnen...
Lesung zum 10. Todestag von Roger Loewig (1930-1997). Roger Loewig Gesellschaft in Kooperation mit dem Archiv der Akademie der Künste. Gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Roger Loewig wurde am 5. September 1930 in Striegau/Schlesien (heute Strzegom, Polen) geboren. Nach seiner Flucht aus Schlesien 1945 schlug er sich als Land- und Forstarbeiter in der Lausitz durch, bis er 1951 eine Lehrerausbildung in Ost-Berlin aufnahm, die er 1953 abschloss. Neben einer zehnjährigen Tätigkeit als Lehrer für Russisch, Deutsch und Geschichte an Berliner Schulen widmete sich Loewig - als Künstler und Autodidakt - intensiv dem Schreiben, Malen und Zeichnen. Eine erste Ausstellung in privaten Räumen führte 1963 zur Verhaftung durch die Staatssicherheit und zur Verurteilung wegen „Staatsgefährdender Hetze und Propaganda in schwerwiegendem Falle". Manuskripte und Bilder wurden beschlagnahmt und teilweise vernichtet. 1964 konnte die Haftentlassung erwirkt werden. Loewig, aus dem Schuldienst entlassen, arbeitete nunmehr, weiterhin Repressalien ausgesetzt, unter äusserst schwierigen Bedingungen als freischaffender Künstler in der DDR. 1972 ergab sich für Roger Loewig mit Hilfe der Bundesregierung die Möglichkeit, nach West-Berlin auszureisen. Zeit seines Lebens arbeitete Loewig zugleich als Schreibender und als bildender Künstler. Zahlreiche Veröffentlichungen und über hundert Einzelausstellungen im In- und Ausland machten sein Gesamtwerk einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Es liest aus Texten Loewigs: Reinhard Kuhnert
Begleitung am Flügel: Erik Kross
Akademie der Künste,
Hanseatenweg 10,
10557 Berlin
23.-24
November
Demokratisierung und Parteienentwicklung in postdiktatorischen Systemen
Internationales Symposium. Gemeinsam mit der Stiftung Ettersberg und der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung
Nach dem Zusammenhang zwischen der Parteienentwicklung und dem Demokratisierungsprozess in postdiktatorischen Systemen fragt das 6. Internationale Symposium der Stiftung Ettersberg, das zum dritten Mal gemeinsam mit der Stiftung Aufarbeitung ausgerichtet wird. Mit dem Blick auf die EU-Osterweiterung und den bevorstehenden 20. Jahrestag der friedlichen Revolutionen des Jahres 1989 ist diese Fragestellung von einiger Brisanz: Wie stabil sind eigentlich die jungen Demokratien Ostmitteleuropas, die 1989 den Kommunismus überwanden?

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung unter weimar@stiftung-ettersberg.de
Kulturwerkstatt im Reithaus, Platz der Demokratie 5, 99423 Weimar
29.
November
19.30 Uhr
Unterrichtsmitschnitte aus der ehemaligen DDR
Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Internetportals "www.fachportal-paedagogik.de/filme"
Zu Lehrerausbildungs- und Forschungszwecken wurden an der Berliner Humboldt-Universität seit Beginn der 1970er Jahre Unterrichtsstunden aufgezeichnet. Diese Lehrveranstaltungen fanden in einem eigens eingerichteten Aufnahmestudio der Universität statt. Die erhaltenen, etwa 100 Mitschnitte zählenden Filme, stellen einen einmaligen Fundus dar. Ein DFG gefördertes Forschungsprojekt unter der Leitung von Dr. Henning Schluß (HU) konnte diese Aufnahmen rekonstruieren, erschließen und digitalisieren. Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) sind diese nun auf der Seite des Fachportals Pädagogik direkt im Internet verfügbar. Die thematische Breite reicht von Chemie-, Biologie- und Mathematikunterrichtsstunden bis zu Deutsch-und Geschichtsunterricht. In Kooperation mit der Humboldt-Universität und der Stiftung Aufarbeitung wird das Internetportal am 29. November 2007 um 19 Uhr in der Sammlung Kindheit und Jugend/Stiftung Stadtmuseum Berlin der Öffentlichkeit im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt. Experten diskutieren die Hintergründe der Aufzeichnungen und führen in das Portal ein.
Stiftung Stadtmuseum Berlin,
Wallstraße 32,
10179 Berlin
14.-16.
Dezember
Der Sozialismus im Ostseeraum
Internationale Tagung. Gemeinsam mit dem Nordischen Lehrstuhl der Universität Greifswald und dem Zentrum für Kaltekriegsstudien der Süddänischen Universität
Die Konferenz soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Polen sowie der nordischen und baltischen Staaten zusammenführen, die sich mit den politischen und ideologischen Auseinandersetzungen zwischen den kommunistischen und den westlichen Anrainern der Ostsee vor 1989 befassen. Die Konferenz soll den Informationsaustausch und die Vernetzung dieser internationalen scientific community befördern sowie den aktuellen Stand der Forschung auf diesem Gebiet bilanzieren und präsentieren. Die Konferenzsprache ist nordisch und englisch.

Interessenten wenden sich an Dr. Thomas Wegener Friis, twfriis@hist.sdu.dk
Odense/Dänemark

Archiv/Bibliothek / Online-Archiv / Veranstaltungsnachlese 2007

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