Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts Logo der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Veranstaltungsnachlese 2008

zurück
Cover Veranstaltungskalender 2007

Im Nachgang zu unseren Veranstaltungen stellen wir Ihnen hier unterschiedliche Materialien und weiterführende Informationen zur Verfügung. Die Veranstaltungs-Mitschnitte liegen als mp3-Dateien vor und können heruntergeladen werden (Rechtsclick + speichern) oder direkt im Browser über eine installierte Erweiterung (Plugin) abgespielt werden.



Veranstaltungsnachlesen der Jahre: 2009 2007 2006 2005 2004 2003



Bergen-Belsen, 27.-28. November

»Gedenkstättenarbeit und Zeitzeugeninterviews«

Gedenkstättentagung. Gemeinsam mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. und der Gedenkstätte Bergen-Belsen
Im Mittelpunkt der jährlich mit verschiedenen Schwerpunkten durchgeführten Gedenkstättentagung standen unterschiedliche Aspekte der Arbeit mit Zeitzeugen an Gedenkstätten, in Ausstellungen sowie in der historischen Bildungsarbeit. Die diesjährige Tagung wurde gemeinsam mit und in der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Anne-Frank-Platz, 29303 Lohheide, durchgeführt.
Kurzinfo (163 KB)


Küsse Gorbatschow-Honecker vor Fahnen
Berlin, 12. November

» „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen!“ - Glasnost, Perestroika und das Sputnik-Verbot in der DDR.«

Podiumsgespräch. Gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Berlin und der Robert-Havemann-Gesellschaft
Am 18.11.1988 wird die sowjetische Zeitschrift »Sputnik« in der DDR verboten. Gleichzeitig werden fünf sowjetische Filme aus den DDR-Kinos genommen. 20 Jahre später diskutierten Zeitzeugen und Wissenschaftler über den Umgang der DDR mit der Reformpolitik Gorbatschows
Veranstaltungsflyer (137 KB) Veranstaltungsbericht (22 KB)


Ceausescu auf Alexanderplatz
Berlin, 11. November

»"Vergangenheitsbewältigung" oder "Schlussstrich unter die Vergangenheit"«

Pro und Contra öffentlicher Diskurse über die Vergangenheit
Über aktuelle Debatten (nicht nur) in Rumänien und Deutschland über den Umgang mit der Vergangenheit diskutierten auf Einladung des Rumänischen Kulturinstituts Titu Maiorescu in Berlin, des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin und des Berliner Kollegs für vergleichende Geschichte Europas.
Es diskutierten: Prof. Dr. Arnd Bauerkämper (FU Berlin), Prof. Dr. Étienne François (FU Berlin), Prof. Dr. Bogdan Murgescu (Universität Bukarest) sowie Prof. Dr. Holm Sundhaussen (FU Berlin)
Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist problematisch in vielen Gesellschaften. Dies gilt insbesondere für Gesellschaften im Übergang von einem Unrechtssystem zum Rechtsstaat und/oder vom Krieg zum Frieden. Lässt sich die Versöhnung innerhalb einer Gesellschaft eher durch einen „Schlussstrich unter die Vergangenheit“ oder durch eine Auseinandersetzung mit ihr erreichen? Ist es sinnvoller, die „Last der Vergangenheit“ hinter sich zu lassen und sich der Zukunft zu öffnen? Oder setzt die Zukunft eine „Aufarbeitung der Vergangenheit“ voraus, - selbst auf die Gefahr hin, dass die Gesellschaft dadurch gespalten bleibt/wird? Welche Erfahrungen haben unterschiedlicher Gesellschaften im Umgang mit der Vergangenheit gemacht? Sind diese Erfahrungen vergleichbar, und wie könnte eine Zwischenbilanz aussehen?


Buchcover, Menschen nachts auf Berliner Mauer
Berlin, 10. November

»Unsere Revolution - Die Geschichte der Jahre 1989/1990«

Buchpräsentation im Beisein des Autors.
Die friedliche Revolution 1988 bis 1990 und die Wiedervereinigung sind einzigartig – ebenso unwahrscheinlich in ihrem Verlauf wie in der Schnelligkeit und Wucht, mit der sie die Richtung der Weltgeschichte änderten. Zwanzig Jahre später unternimmt es Ehrhart Neubert zum ersten Mal, eine Gesamtdarstellung zu schreiben. Als Mithandelnder am Runden Tisch damals und Wissenschaftler heute vermag er das vielschichtige Geschehen nicht nur aus erster Hand zu erzählen, sondern es auch zu deuten und zu strukturieren. So kann er zeigen, wie der eine historische Augenblick möglich wurde, in dem sich die deutsche Revolution von unten entfalten, eine buchstäblich betonierte Herrschaft stürzen und die Weltpolitik verändern konnte.
Veranstaltungsbericht (22 KB)
Informationen zum Buch

Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky
(mp3; 05:09min; 2,4 MB)
Grußwort
Dieter Althaus, Ministerpräsident des Landes Thüringen
(mp3; 19:04min; 8,9 MB)
Sven Felix Kellerhoff im Gespräch mit Ehrhart Neubert
Teil 1 (mp3; 05:09min; 2,4 MB)
Teil 2 (mp3; 05:45min; 2,7 MB)
Teil 3 (mp3; 05:58min; 2,8 MB)
Teil 4 (mp3; 10:14min; 4,8 MB)
Teil 5 (mp3; 06:34min; 3,1 MB)
Teil 6 (mp3; 06:21min; 2,9 MB)
Teil 7 (mp3; 13:44min; 6,4 MB)



4-teiliger Briefmarkenblock mit der Zahl 20
Berlin, 07. November

»geschichts-codes 2008«

Preisverleihung und Präsentation der Ergebnisse des Wettbewerbes 2008
Zum sechsten Mal lobte die Bundesstiftung Aufarbeitung ihren Wettbewerb »geschichts- codes« für Studierende aus. 2008 standen sie vor der Aufgabe, aus Anlass der 20. Jahrestage von friedlicher Revolution und deutscher Einheit 1989/90 eine vierteilige Briefmarkenserie mit vier verschiedenen Motiven zu gestalten. Schirmherr war Bundesfinanzminister Peer Steinbrück.
Aus den eingereichten Beiträgen ist eine Wanderausstellung hervorgegangen.
Veranstaltungsbericht (26 KB)


Berlin, 03. November

»Kommunen schreiben Geschichte«

Konferenz. Gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Bundesminister Wolfgang Tiefensee und Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung Aufarbeitung wirbt seit Mai 2007 mit einem Aufruf an die Kommunen in Ost und West dafür, im Sinne einer gesamtdeutschen Nachkriegsgeschichte Projekte und Initiativen anlässlich des 20. Jahrestages von Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit auf den Weg zu bringen.
Die Konferenz „Kommunen schreiben Geschichte“ lud zu einer Zwischenbilanz der Anstrengungen ein und zu einer Diskussion über Perspektiven und Maßstäbe der historischen Aufarbeitung. Im Rahmen der Konferenz sollte eine kommunale Perspektive auf die jüngste deutsche Zeitgeschichte im Mittelpunkt stehen. Innerhalb einer Podiumsdiskussion im ersten Teil der Veranstaltung wurde der thematische Boden für diesen Veranstaltungsteil geebnet, indem gefragt wurde, „Was – Wie – Wozu“ erinnert werden kann. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden Initiativen, Projekte und Wettbewerbe vorgestellt und diskutiert, mit denen sich einzelne Städte und kommunale oder bürgerschaftliche Einrichtungen und Initiativen aus Ost und West auf die Jahrestage 2009 und 2010 vorbereiten.
Kurzinfo (204 KB)


Wandtafel
Berlin, 31. Oktober - 02. November

»Meine, Deine, unsere Geschichte? Friedliche Revolution und Deutsche Einheit in der schulischen und außerschulischen Bildung«

Konferenz. Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
Im Jahr 2009 wird der 20. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR und des Mauerfalls begangen. Aktuelle Studien zeichnen ein besorgniserregendes Bild vom Kenntnisstand von Schülerinnen und Schülern in Deutschland zur Geschichte der DDR und der friedlichen Revolution 1989. Auf der Konferenz sollte daher die Vermittlung der DDR-Geschichte in gesamtdeutscher Perspektive diskutiert werden. Aktuelle Ansätze sollten vorgestellt und dabei bilanzierende, theoretische und praxisorientierte Teile angemessen berücksichtigt werden. Warum und wie soll angesichts knapper Zeitbudgets die DDR-Geschichte im Unterricht behandelt werden? Welche Möglichkeiten bieten außerschulische Angebote? Wie kann das Thema in Unterricht, in Lehrplänen und in der Lehrerausbildung behandelt werden und entsprechen die zahlreichen Angebote auch dem Bedarf der Lehrkräfte? Die Konferenz wendete sich an Lehrkräfte und politische Bildner, Lehrerbildungsinstitutionen, Bildungsverwaltungen und -ministerien sowie Schulbuchverlage.
Kurzinfo (340 KB) Tagungsbericht (27 KB)


Zwei ältere Frauen auf einer Bank vor einem Tramsparent der SED
Braunschweig, 23. Oktober

»Mythen der DDR«
»Vom Mythos des Antifaschismus in der DDR«

Veranstaltungsreihe. Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
Nach dem Untergang der DDR hat sich die Wahrnehmung der zweiten Diktatur gewandelt: Hieß es Anfang der Neunziger Jahre noch: Es war nicht alles schlecht, wurde daraus zunehmend: Was war denn schlecht? Mit zeitlichem Abstand zum Leben im real existierenden Sozialismus wurde die Lebenswirklichkeit in der ehemaligen DDR in ein immer milderes Licht getaucht. Vorschläge, das Bildungssystem oder die Gesundheitsversorgung der DDR zum Vorbild für die heutige Bundesrepublik zu machen oder Diskussionen über die Rolle der Stasi zeugen von wenig historischen Kenntnissen und einer geringen Bereitschaft, sich kritisch mit der DDR-Wirklichkeit auseinanderzusetzen. Aber auch bei denen, die die Diktatur noch am eigenen Leib erlebten, verdrängen zunehmend idealisierte Bilder die Lebenswirklichkeit eines diktatorischen Regimes, das 1989 durch seine eigenen Bürger, die ihren Protest friedlich auf die Straße getragen hatten, zu Fall gebracht wurde. Mit fünf thematischen Veranstaltungen wird sich die Diskussionsreihe mit einigen der in den vergangenen Jahren entstandenen Mythen und Legenden zur Lebenswirklichkeit in der DDR befassen und im Kontext einer inzwischen gesamtdeutschen Perspektive betrachten.


Dresden, 03. Oktober

»Die friedliche Revolution und die deutsche Vereinigung. 1989/90: das Volk, die Volkswirtschaft«

Podiumsgespräch auf dem 47. Deutschen Historikertag. Gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus- Dietmar Henke, Technische Universität Dresden
Am 3. Oktober 2008, dem Tag der deutschen Einheit, diskutierten im Rahmen des 47. Deutschen Historikertages namhafte Zeitzeugen des Umbruchs 1989 mit renommierten Wissenschaftlern über das Wechselverhältnis zwischen Volksbewegung und Volkswirtschaft. In welchem Maße war die wirtschaftliche Lage in der DDR der 80er Jahre Ursache für die friedliche Revolution? Wie ist der wirtschaftliche Transformationsprozess ab 1990 zu bewerten. Mit dem Podiumsgespräch wird die Aufmerksamkeit des Historikertages auf die friedliche Revolution und die Wiedervereinigung gelenkt, die sich 2009 und 2010 zum 20. Mal jähren.
Audiomitschnitte und Bilder finden Sie hier


Zwei ältere Frauen auf einer Bank vor einem Tramsparent der SED
Frankfurt a.M., 30. September

»Mythen der DDR«

»Spitzenzeiten? Sport und Doping in der DDR«
Veranstaltungsreihe. Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
Nach dem Untergang der DDR hat sich die Wahrnehmung der zweiten Diktatur gewandelt: Hieß es Anfang der Neunziger Jahre noch: Es war nicht alles schlecht, wurde daraus zunehmend: Was war denn schlecht? Mit zeitlichem Abstand zum Leben im real existierenden Sozialismus wurde die Lebenswirklichkeit in der ehemaligen DDR in ein immer milderes Licht getaucht.
In der DDR war der Hochleistungssport immer ein bevorzugter Schauplatz, um die »Überlegenheit des Sozialismus« vor aller Welt zu demonstrieren. Seit den Olympischen Spielen im Jahre 1968 in Mexiko City bis zum Ende der SED Diktatur gelang es dem ostdeutschen Staat, in der Medaillenbilanz deutlich besser abzuschneiden als die Bundesrepublik. Erst nach dem Fall der Mauer wurde in erschreckender Weise sichtbar, wie hoch der Preis für den Siegeszug des ostdeutschen »Sportwunderlands« war. Dazu zählten Reglementierung und Überwachung der DDR-Spitzenathleten durch die Staatssicherheit und Zwangsdoping, selbst im Falle von Kindern. Jutta Braun rekonstruierte in ihrem Vortrag die Methoden dieser systematischen Körperverletzungen und hinterfragte kritisch, inwieweit sich die Bundesrepublik vom ostdeutschen Medaillenboom blenden ließ. Nicht zuletzt ging es darum zu resümieren, ob in dem populären und medienwirksamen Gesellschaftsbereich Sport die »Mythen der DDR« auch heute noch lebendig sind.
Kurzinfo (340 KB)


Aus der Runde
Berlin, 22.-23. September

Workshop des Stipendienprogramms »Aufbruch 1989«

Workshop. Gemeinsam mit wissenschaftsfördernden Stiftungen
Gemeinsam mit 16 weiteren Stiftungen hat die Stiftung Aufarbeitung ein außergewöhnliches Stipendienprogramm initiiert, in dessen Rahmen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler über die Ursachen, Geschichte und Folgen der friedlichen Revolutionen in Ostmitteleuropa und in der DDR forschen sollen. Im Rahmen des Workshops kamen die Stipendiaten erstmals zusammen um sich über ihre Vorhaben austauschen.


Weimar, 11.-14. September

Aufarbeitung totalitärer Erfahrungen und politische Kultur – Die Bedeutung der Aufarbeitung des SED-Unrechts für das Rechts- und Werteverständnis im wiedervereinigten Deutschland

Eine Konferenz der DGEPG (Deutsche Gesellschaft zur Erforschung des politischen Denkens e.V.), der Stiftung Ettersberg, der Universität Passau und der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Die Aufarbeitung totalitärer Erfahrungen wird von der politischen Kultur eines Landes geprägt und wirkt auf diese Kultur unmittelbar zurück: Das Rechts- und Werteverständnis der Bürger bleibt nicht unbeeinflußt von der Art und Weise, wie Regierung, Justiz, Parteien, Wissenschaft und der öffentliche Diskurs im allgemeinen mit politisch motiviertem Unrecht der Vergangenheit umgehen. Iim Rahmen der Tagung sollte der Prozeß der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit in seiner Wechselwirkung mit der politischen Kultur in Deutschland untersucht werden.
weitere Informationen


Podium vor Altar
Berlin, 04. September

»"Affäre Walter"
- eine vergessene Verhaftungswelle im Jahre 1951«

Buchvorstellung und Podiumsgespräch
Eine gemeinsame Veranstaltung des Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und des ZZF Potsdam.

Am 8. September 1951 wurde „Fred Walter“ in Ost-Berlin von sowjetischer Geheimpolizei festgenommen. „Walter“ war Mitarbeiter der antikommunistischen „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU) gewesen, im Frühjahr 1951 aber zum amerikanischen Geheimdienst übergewechselt.
Nur Stunden nach seiner Festnahme begann die in ihren Folgen wohl todesopferreichste Verhaftungswelle nach Gründung der DDR, die bis heute weitgehend unbekannt geblieben ist.
Kurzinfo (870 KB)


Podium vor Altar
Berlin, 02. September

»5. Zeitgeschichtliche Sommernacht«

Podiumsgespräch
Die 5. Zeitgeschichtliche Sommernacht zog aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Bundesstiftung Aufarbeitung eine Zwischenbilanz der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur in Deutschland, aber auch den kommunistischen Diktaturen in Europa in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten. In Hinblick auf den bevorstehenden 20. Jahrestag der friedlichen Revolution sollte zudem das Jahr 1989 in die europäische Erinnerungskultur eingeordnet werden.
Kurzinfo (489 KB) Veranstaltungsbericht (59 KB)

Zur Fotostrecke

Begrüßung
Rainer Eppelmann
(mp3; 13:08min; 6,2 MB)
Grußwort
Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel
(mp3; 09:39min; 4,5 MB)

Rede Rainer Eppelmann (41 KB)
Rede Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel (18 KB)
Podium Teil 1
(mp3; 23:22min; 10,9 MB)
Podium Teil 2
(mp3; 18:59min; 8,9 MB)
Podium Teil 3
(mp3; 40:18min; 18,9 MB)
Resümee
Markus Meckel
(mp3; 07:15min; 3,4 MB)



Grenzpfahl dahinter das Dorf Dubrow
Berlin, 28. August

»Nur wer sich ändert, bleibt sich treu? Ein Zeitzeugengespräch aus erfreulichem Anlass: Hermann Weber feiert 80. Geburtstag«

Podiumsgespräch
Nur wer sich ändert, bleibt sich treu? Auf den ersten Blick könnte Wolf Biermanns Diktum für Hermann Weber kaum zutreffender sein: Weber, der Mannheimer Jungkommunist, der in den fünfziger Jahren gemeinsam mit seiner Frau Gerda mit der KPD bricht und als scharfsichtiger Analytiker der DDR und der KPD zum Nestor der historischen Kommunismusforschung in Deutschland wird. Anderseits hat Weber seine politischen Grundpositionen und Werte nie dem Zeitgeist geopfert. Wenn er mal als links und mal als rechts galt, war nicht er es, der schlingerte. Die Bundesstiftung Aufarbeitung nahm den 80. Geburtstag von Hermann Weber zum Anlass, zu einem außergewöhnlichen Gespräch einzuladen: Der Nestor der historischen Kommunismusforschung und Jubilar Hermann Weber sowie der Vertreter der historischen Biographieforschung, Alexander von Plato, sprachen über Lebenswege, die auf ihre Weise Etappen und Wandlungen der westdeutschen Nachkriegsgeschichte widerspiegeln.
Veranstaltungsbericht (67 KB)

Begrüßung
Staatssekretär Dr. Michael Schneider
(mp3; 07:49min; 3,7 MB)
Begrüßung
Rainer Eppelmann (mp3; 20:02min; 9,4 MB)
Prof. Dr. Dr. h.c. Herrmann Weber
im Gespräch mit Prof. Dr. Alexander Plato
Teil I
(mp3; 44:01min; 20,6 MB)
Prof. Dr. Dr. h.c. Herrmann Weber
im Gespräch mit Prof. Dr. Alexander Plato
Teil II

(mp3; 11:37min; 5,4 MB)
Laudatio
Prof. Dr. Peter Brandt
(mp3; 13:13min; 6,2 MB)
Replik
Prof. Dr. Dr. h.c. Herrmann Weber
(mp3; 04:14min; 2,0 MB)



Wien, Österreich 20.-24. August

»Prag 1968: Die Sowjetunion, Österreich und das internationale Krisenjahr 1968«

Konferenz. Gemeinsam mit dem Ludwig-Boltzmann-Institut Graz
Die internationale Konferenz stellte den Abschluss eines zweijährigen internationalen Forschungsprojekts dar, das das Luwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung mit unterschiedlichen Partnern u. a. aus Russland, Österreich, Deutschland und der Tschechischen Republik realisiert hatte. Auf der Konferenz wurden die Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert.


Grenzpfahl dahinter das Dorf Dubrow
Berlin, 11. August

»Die Dubrow-Krise«

Filmvorführung und Podiumsdiskussion. Gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen und der Landesvertretung Sachsen-Anhalt
1969 brachte Wolfgang Menge »Die Dubrow-Krise« auf den Fernsehschirm. Der fiktive Ort Dubrow an der innerdeutschen Grenze zählt durch einen kartographischen Fehler zu Unrecht zur DDR und wird über Nacht von den DDR-Grenztruppen in den Westen »ausgemauert« und somit ein West-Dorf. Mit dem Sonnenaufgang beginnt der bundesrepublikanische Alltag für die Dörfler. Ein Versehen? Oder ein Test? Sofort fühlen sich internationale Experten berufen, die Lage in einer Fernsehdiskussion zu erörtern. Über das Dorf bricht unterdessen die westdeutsche Konsumgesellschaft herein und verwirrt die Dorfbewohner nicht nur mit ihren bunten Angeboten. Der Umgang der Menschen mit dieser neuen Wirklichkeit steht im Mittelpunkt dieser deutsch-deutschen Komödie, die nicht zuletzt den westdeutschen Umgang mit der Einheitsfrage thematisiert. Am Ende wird der Grenzfehler allerdings wieder berichtigt, und das Dorf »wandert« wieder auf die östliche Seite der innerdeutschen Grenze.
Kurzinfo (167 KB) Veranstaltungsbericht (71 KB)

Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky
(mp3; 03:32min; 1,7 MB)
Im Gespräch... Teil 1
Eberhard Itzenplitz und
Peter Paul Kubitz
(mp3; 18:57min; 8,9 MB)

Im Gespräch... Teil 2
(mp3; 17:28min; 8,2 MB)
Im Gespräch... Teil 3
(mp3; 17:14min; 8,1 MB)


Wittenberge, 17.-20. Juli

»IV. Promovierendentage zur deutschen Zeitgeschichte nach 1945«

Workshop. Gemeinsam mit dem Institut für Hochschulforschung Wittenberg
Die »4. Promovierendentage« richteten sich 2008 an alle Doktoranden, die sich mit der Geschichte der SED-Diktatur im Rahmen der deutschen Teilung und deren Überwindung befassen. Geboten wurde ein Forum für die wissenschaftlichen Inhalte genauso wie für die Rahmenbedingungen, mit denen Doktoranden typischerweise konfrontiert sind. Debatten über die deutsche Zeitgeschichte nach 1945 wurden auf diese Weise verknüpft mit der Vermittlung von Strategien und Techniken, die für die Promotionsphase unerlässlich sind. Der diesjährige Tagungsschwerpunkt stand unter der Überschrift »Zeithistorisch publizieren – im Spannungsfeld von Öffentlichkeit und Fachwissenschaft«. Ausgangsgedanke war, dass Wissenschaft und popularisierte Geschichte keineswegs einen Gegensatz bilden, sondern sich wechselseitig bedingen.


Schwarz-weiss-Bild Prag 1968 Menschenansammlung und Panzer-Blau, weiß, roter Rahmen symbolisiert die tschechoslowakische Flagge
Berlin, 09. Juli

»In Prag ist Pariser Kommune – Protestaktionen in der DDR gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings«

Vortrag und Podiumsgespräch. Gemeinsam mit der Robert Havemann Gesellschaft Berlin und der Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Das Jahr 1968 steht in der europäischen Erinnerungskultur vor allem für die westeuropäische Studentenbewegung. Welche Bedeutung der Prager Frühling und dessen Niederschlagung für die Menschen in Ostmitteleuropa hatte, wird erst nach und nach deutlicher. Zwar wurde auch die 68er-Generation des Ostens von den Fernsehbildern, der Mode und der Musik des jugendkulturellen Aufbruchs im Westen geprägt. Hinzu kam jedoch der lange währende Schock, als im August 1968 sowjetische Truppen in der CSSR alle Hoffnungen auf einen »Sozialismus mit menschlichem Antlitz« zunichte machten. Vor allem jüngere Menschen nahmen dies widerstandslos hin. Welche Zäsur das Jahr 1968 für DDR-Bürger darstellen konnte, berichteten vier Zeitzeugen, die damals auf unterschiedliche Weise ihren Protest zum Ausdruck gebracht hatten. Ein Einführungsvortrag resümierte die Bedeutung des Jahres 1968 für die DDR-Gesellschaft und vermittelte zudem einen Eindruck davon , wie vielfältig der Widerspruch in der DDR gegen die Intervention in der CSSR war.
Kurzinfo (150 KB) Veranstaltungsbericht (71 KB)

Einführungsvortrag Dr. Ilko-Sascha
Kowalczuk (mp3; 22:42min; 10,7 MB)
Podiumsdiskussion Teil 1
(mp3; 22:59min; 10,8 MB)
Podiumsdiskussion Teil 2
(mp3; 22:33min; 10,5 MB)
Podiumsdiskussion Teil 3
(mp3; 35:44min; 16,8 MB)



Schwerin, 03.-04. Juli

»Aufarbeitung von Diktaturvergangenheit im internationalen Vergleich«

Tagung. Gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Mecklenburg- Vorpommern und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Die Fachtagung zur Diktaturaufarbeitung im internationalen Vergleich sollte parallele und divergierende Entwicklungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit den verschiedenen Aspekten der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den Folgen totalitärer Herrschaft behandeln. Dabei spannten die nationalen und internationalen Referenten den Bogen vom lokalen Bezug auf den Tagungsort Schwerin und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern über deutsche Perspektiven hin zu der Situation in Osteuropa und Lateinamerika.

Tagungsbericht und mehr: Zur Seite des LStU Mecklenburg-Vorpommern


Zwei Männer marschieren, einer trägt eine Fahne in der Hand in schwarz weiss
Berlin, 17. Juni

»Veranstaltung anlässlich des 55. Jahrestages des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953«

Podiumsgespräch
Über eine Million Menschen in 600 Orten der DDR demonstrierten vor 55 Jahren gegen die SED-Diktatur. Sie forderten freie Wahlen, Meinungsfreiheit und ein geeintes Deutschland. Sowjetische Panzer schlugen den Aufstand blutig nieder. In Erinnerung an die mutigen Frauen und Männer, die sich nicht nur während dieses Aufstandes gegen die SED-Diktatur zur Wehr setzten und für demokratische Rechte und Freiheiten eintraten, fand diese Podiumsveranstaltung statt.
Kurzinfo (455 KB) Veranstaltungsbericht (71 KB)

Begrüßung Rainer Eppelmann
(mp3; 06:49min; 3,2 MB)
Podiumsdiskussion Teil 1
(mp3; 23:03min; 10,8 MB)
Podiumsdiskussion Teil 2
(mp3; 20:51min; 9,8 MB)
Podiumsdiskussion Teil 3
(mp3; 28:57min; 13,6 MB)
Podiumsdiskussion Teil 4
(mp3; 26:44min; 12,5 MB)
Podiumsdiskussion Teil 5
(mp3; 18:12min; 8,5 MB)



Tschechische Fahne deutet sich im Hintergrund an, davor: junger Tscheche blickt skeptisch auf russischen Panzerfahrer auf Panzer
Prag, 15.-17. Juni

»Die tschechoslowakische Gesellschaft während des Prager Frühlings. Zivilgesellschaft Medien – Politische und kulturelle Transferprozesse«

Konferenz in Prag. Gemeinsam mit dem ZZF Potsdam, dem Prager Institut für Zeitgeschichte und dem Hannah-Arendt-Institut Dresden
40 Jahre nach seiner Niederschlagung nahm die deutsch-tschechische Konferenz den Prager Frühling in einer gesellschafts- und kulturgeschichtlichen Perspektive in den Blick. Im Vordergrund standen nicht die Reformpolitik der KPTsch oder die bekannten Reaktionen des Kremls. Vielmehr stellte das Vorhaben die Auswirkungen des Prager Frühlings auf die tschechoslowakische Gesellschaft in den Mittelpunkt. Gefragt wurde nach dem Einfluss der westlichen Kultur auf die tschechoslowakische Gesellschaft, wie auch nach der Wahrnehmung der Vorgänge in der ČSSR im Westen und die daraus resultierenden Konsequenzen für die westeuropäische Linke.
Kurzinfo (66 KB)


Abstrakt: Zwei Grüntöne treffen mittig aufeinander und zwei Cs stehen sich gegenüber
Bochum, 10.-18. Juni

»Blick – Wechsel: Künstler und Intellektuelle zwischen Ost und West«

Eine Veranstaltungsfolge zur deutschen Kultur im Kalten Krieg zu Ehren von Paul Gerhard Klussmann. Gemeinsam mit dem Institut für Deutschlandforschung
Deutschland oder Deutschland? Seit Brechts Entscheidung für die DDR als neuen Wirkungskreis, haben sich diese Frage Hunderte von Künstlern und Intellektuellen stellen müssen. Manche wechselten mehrmals die Seiten, anderen blieb kein Spielraum; sie wurden aus der DDR vertrieben. Die damit verbundenen »Blick – Wechsel« prägten die Werke, die künstlerischen Wirkungsmöglichkeiten und Arbeitsperspektiven, wie eine Fülle literarischer und autobiographischer Zeugnisse belegt. Aus einer kritischen Aufarbeitung dieser Lebensgeschichten ergeben sich neue Impulse zur Bewertung der DDR und der deutschen Nachkriegskultur.
Kurzinfo (109 KB)


Jena, 12. Juni

»1968/Ost«

Podiumsgespräche. Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Mit der Chiffre »1968« werden globale Ereignisse verbunden, die die Politik, Kultur und Gesellschaft der westlichen Hemisphäre vielfältig wandelten. Studierende gingen auf die Straßen, um gegen den Vietnamkrieg und gegen das Establishment zu protestieren. In Westdeutschland forderten die 1968er zudem ihre Elterngeneration auf, sich endlich selbstkritisch mit dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Doch auch für den Ostblock bildete das Jahr 1968 eine Zäsur: Sowjetische Panzer zerschlugen in Prag die Hoffnung auf einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Viele junge Menschen hatten gebannt auf die dortige Entwicklung gesetzt und mit Wut und Resignation auf den Einmarsch der Warschauer Pakt Staaten reagiert. Zwei Podiumsgespräche sollten aus Zeitzeugenperspektive die Ereignisse in Prag (12. Juni), aber auch deren Konsequenzen in der DDR in den Blick nehmen.


Zwei ältere Frauen auf einer Bank vor einem Tramsparent der SED
Pforzheim, 03. Juni

»Mythen der DDR«

»Alle gut versorgt? "Sozialstaat" DDR«
Diskussionsreihe. Eine Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung, der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Nach dem Untergang der DDR hat sich die Wahrnehmung der zweiten Diktatur gewandelt: Hieß es Anfang der Neunziger Jahre noch: Es war nicht alles schlecht, wurde daraus zunehmend: Was war denn schlecht? Mit zeitlichem Abstand zum Leben im real existierenden Sozialismus wurde die Lebenswirklichkeit in der ehemaligen DDR in ein immer milderes Licht getaucht. Mit thematischen Veranstaltungen hat sich die Diskussionsreihe mit einigen der in den vergangenen Jahren entstandenen Mythen und Legenden zur Lebenswirklichkeit in der DDR befasst und im Kontext einer inzwischen gesamtdeutschen Perspektive betrachtet.
Veranstaltungsreihe (302 KB) Kurzinfo (246 KB)


25. - 31. Mai

»Studienfahrt Ukraine«

Nach den Studienfahrten der vergangenen Jahre, die in die Tschechische Republik, die Republik Polen, Russland und Ungarn führten, stand 2008 die Ukraine auf dem Programm. Die Studienfahrt führte nach Lviv und Kiew, wo Gedenkstätten, Archive, Forschungsinstitute und Vertreter gesellschaftlicher Initiativen, die sich mit der vielschichtigen Vergangenheit in der Ukraine auseinandersetzen, besucht wurden.


Berlin, 30. Mai

»Der Prager Frühling 1968: Deutsche und Tschechische Perspektiven«

Konferenz des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums in Verbindung mit der Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
In zwei Panels diskutierten Wissenschaftler und Zeitzeugen die Vorgänge des Jahres 1968 und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart. Neben zeitgeschichtlichen Aspekten lag dabei einer der Schwerpunkte auf der Frage, wie die damaligen Ereignisse in der DDR aufgenommen wurden und welche Zusammenhänge sich zu den Ereignissen im Jahr 1989 ziehen lassen.
Programm (62 KB)


Zweigeteiltes Bild: Läufer links und als negativ rechts Berlin, 22. Mai

»Die Olympischen Spiele in China: Olympia ohne Menschenrechte?«

Nach der Vergabe der olympischen Sommerspiele an Peking erklärte das IOC, es werde die Menschenrechtslage in China beobachten und die Beachtung fundamentaler Rechte fordern. Aber die Kritik an Menschenrechtsverstößen in China hält weiter an. Weder sind die Verantwortlichen für das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 zur Verantwortung gezogen worden, noch lässt China sich ernsthaft zur Einhaltung der Bürger- und Menschenrechte bewegen. Mit der Veranstaltung sollte der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Olympischen Spiele tatsächlich ein Beitrag für Demokratie und Menschenrechte in China sein können, oder ob eine internationale Aufwertung der chinesischen Führung ohne echte demokratische Zugeständnisse zu befürchten ist.
Kurzinfo (534 KB) Veranstaltungsbericht (44 KB)

Begrüßung und Einführung Gerd Poppe
(mp3; 13:55min; 6,5 MB)

Vortrag Günter Nooke
(mp3; 29:32min; 13,8 MB)

Podiumsdiskussion Teil 1
(mp3; 23:25min; 10,9 MB)
Podiumsdiskussion Teil 2
(mp3; 13:06min; 6,1 MB)
Podiumsdiskussion Teil 3
(mp3; 17:42min; 8,3 MB)
Podiumsdiskussion Teil 4
(mp3; 14:13min; 6,7 MB)





Zwei ältere Frauen auf einer Bank vor einem Tramsparent der SED
München, 20. Mai

»Mythen der DDR«

»Ein ganz normaler Geheimdienst? Die Staatssicherheit der DDR«
Diskussionsreihe. Eine Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung, der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Nach dem Untergang der DDR hat sich die Wahrnehmung der zweiten Diktatur gewandelt: Hieß es Anfang der Neunziger Jahre noch: Es war nicht alles schlecht, wurde daraus zunehmend: Was war denn schlecht? Mit zeitlichem Abstand zum Leben im real existierenden Sozialismus wurde die Lebenswirklichkeit in der ehemaligen DDR in ein immer milderes Licht getaucht. Mit thematischen Veranstaltungen hat sich die Diskussionsreihe mit einigen der in den vergangenen Jahren entstandenen Mythen und Legenden zur Lebenswirklichkeit in der DDR befasst und im Kontext einer inzwischen gesamtdeutschen Perspektive betrachtet.
Veranstaltungsreihe (302 KB) Kurzinfo (388 KB)


Logo der Kreisau Stiftung
Kreisau, 23.-26. April

»6. Internationales Gedenkstättentreffen Kreisau«

Gemeinsam mit der Gedenkstätte Kreisau, Evangelische Akademie Berlin, Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Im Mittelpunkt des internationalen Gedenkstättentreffens in Kreisau standen die verschiedenen Wahrnehmungen und Deutungen über die Vergangenheit in den einstmals kommunistisch beherrschten Staaten Europas. Wie werden geschichtspolitische Auseinandersetzungen in einzelnen Ländern und an konkreten Institutionen geführt und wie werden diese von »außen« wahrgenommen und interpretiert. Institutionen aus verschiedenen Ländern stellen ihre Konzepte zur Vermittlung von Geschichtsbildern und Reaktionen darauf vor.
Programm Veranstaltungsbericht (19 KB)


Blick aufs Brandenburger Tor bei Nacht vor 1989 Berlin, 19. April

»Die Teilung der Welt. 1948 – 1968 – 1989«

12. bundesweiter Kongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Auf dem diesjährigen Kongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung Aufarbeitung in der ehemaligen »Frontstadt Berlin« sollten Ursachen, Geschichte und Folgen des Kalten Krieges im Mittelpunkt stehen. Dabei wurde die Luftbrücke vor 60 Jahren ebenso in den Blick genommen wie die Niederschlagung des Prager Frühlings vor 40 Jahren oder das Ende der Teilung Europas und der Welt im Jahr 1989. Auch die vielfältige Erinnerungslandschaft in Berlin wurde thematisiert.
Kurzinfo (302 KB) Programm (66 KB) Veranstaltungsbericht (19 KB)

Zur Fotostrecke

Einführungsvortrag Prof. Dr. Stefan Troebst (146 KB)

Podium I: Die Teilung der Welt
Podium I-1
(mp3; 22:31min; 10,6 MB)
Podium I-2
(mp3; 23:41min; 11,1 MB)
Podium I-3
(mp3; 22:06min; 10,3 MB)


Podium II: Erinnerungslandschaft Berlin
Podium II-1
(mp3; 30:00min; 14,0 MB)
Podium II-2
(mp3; 20:00min; 9,3 MB)
Podium II-3
(mp3; 14:21min; 6,7 MB)
Podium II-4
(mp3; 20:00min; 9,3 MB)
Podium II-5
(mp3; 17:49min; 8,3 MB)





Verzerrtes Bild eines Radfahrers Berlin, 18. April

»Erinnerungskulturen in Ostmittel- und Osteuropa«

Tagung. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde
Die Tagung thematisierte den Umgang mit den diktatorischen Vergangenheiten in Europa nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes im ehemaligen Ostblock. Diskutiert wurde über Fragen des Umgangs mit Opfern und Tätern, Probleme, die die mehrfache Besetzung der Staaten Osteuropas für die aktuellen Erinnerungsdiskurse im geeinten Europa bedeuten, aber auch Instrumentalisierung der Vergangenheit, Mythenbildungen und bestehende Leerstellen.
Kurzinfo (186 KB) Veranstaltungsbericht (19 KB)


Bochum, seit 16. April

»Erinnerungen an die DDR – autobiographische und individuelle Zugänge zu einer deutschen Diktatur«

Ringvorlesung. Gemeinsam mit dem Institut für Deutschlandforschung und der Ruhr-Universität Bochum
Seit 1990 ist eine Flut autobiographischer Zeugnisse zur Geschichte der DDR auf dem Buchmarkt erschienen. Diese Lebenserinnerungen konkurrieren oft sehr erfolgreich mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Deutschland. Viele dieser Texte individualisieren und konkretisieren das alltägliche Leben in der DDR, manche verharmlosen es und schwelgen in »(N)Ostalgie«, andere bezeugen den aufrechten Gang und die Möglichkeiten von Widerstand, Eigensinn und selbstbestimmtem Leben. In einer Ringvorlesung werden Mitglieder des Instituts für Deutschlandforschung und Gäste, darunter auch Autoren von Erinnerungstexten, die ganze thematische und inhaltliche Palette dieses neuen Genres der Erinnerungsarbeit durchmessen. Das interdisziplinäre Gespräch ermöglicht den »Blick-Wechsel« auf Geschichte und Politik, Literatur, Theater, Film und schöne Künste, Wissenschaft, Recht und Gesellschaft in der DDR.

Kontakt und weitere Informationen: idf@rub.de


Verzerrtes Bild eines Radfahrers Berlin, 17. März

»Der lange Weg eines Jahrhunderttalents«

Podiumsgespräch mit Wolfgang Lötzsch und Rudi Altig. Moderation: Philipp Köster. Gemeinsam mit der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt
Wolfgang Lötzsch, genannt der Lange und der Pistenfresser, war eines der großen Radsport-Talente der DDR. Seit seinem 12. Lebensjahr gewann er Spartakiaden und Meisterschaften. Nach seiner Weigerung in die SED einzutreten und familiärer »West-Kontakte« wurde Lötzsch massiv verfolgt, repressiert und an der Ausübung seines Sports gehindert. Obwohl er von der Stasi drangsaliert und inhaftiert wurde, blieb er seinem Sport immer treu.
Kurzinfo (81 KB) Veranstaltungsbericht (19 KB)

Podiumsgespräch
(mp3; 60:35min; 28,4 MB)



Die Zahl 20 wird aus Menschen auf der Mauer gebildet Suhl, 13.-15. März

Geschichtsmesse: »20 Jahre friedliche Revolution und deutsche Einheit«

Workshop und Konferenz
Wie lässt sich die Erinnerung an die deutsche und europäische Teilung und deren Überwindung lebendig machen? Die »Aufarbeitungskonferenz« richtete sich an alle Vertreter von Initiativen und Institutionen in der Bundesrepublik, die Projekte zu den Jahrestagen der friedlichen Revolution und deutschen Einheit planen. Adressaten waren Kommunen, Träger politischer Bildungsarbeit, Museen und Gedenkstätten und Vertreter der Kultusministerien. Das Konferenzprogramm beinhaltete u.a. ein Podium »Wende oder Revolution?« sowie Vorträge, die die friedlichen Revolutionen und ihre Akteure in gesamtdeutscher, ostmitteleuropäischer und globaler Perspektive verorten. Weiterhin wurde ein »Markt der Aufarbeitungsmöglichkeiten« angeboten, der Forum für Gespräche und Vernetzungsmöglichkeiten bieten sollte.
Pressereaktionen, Fotos und weiteren Materialien

Bericht vom 14.03.2008 im MDR-Radio/Regionalbüro Thüringen
(mp3; 02:21min; 2,2 MB)


Mao verzerrt Berlin, 10. März 2008

»Erinnerungen, Mythen, Reflektionen: Vergangenheitsbewältigung in der Volksrepublik China«

Workshop und Abendveranstaltung zur Präsentation des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2008. Gemeinsam mit Inforadio
Thema des Workshops war der Umgang mit der kommunistischen Machtübernahme von 1949 in der Volksrepublik China. »Niemals die Geschichte vergessen« lautet das zentrale staatliche Erinnerungsgebot. Allerdings ist damit nicht die Hungersnot von 1959-1961 oder die »Kulturrevolution« gemeint, sondern die Kriegsverbrechen der japanischen Besatzungsarmee im 2. Weltkrieg. Der Regierung gelingt es jedoch nicht mehr, die Erinnerungsdiskurse zu kontrollieren. Zeitzeugen nutzen die Lücken im staatlichen Kanon und in der Zensur, um ihre Version schmerzhafter Ereignisse zu verbreiten. An Beispielen der Landverschickung der Jugendlichen, der »Kulturrevolution«, der Biographie Mao Zedongs sowie der Bewegung vom Platz des Himmlischen Friedens von 1989 zeigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie die Vergangenheit Chinas neu bewertet wird.
Kurzinfo zur Abendveranstaltung (289 KB) Veranstaltungsbericht (17 KB)

Podiumsgespräch Teil 1
(mp3; 01:10min; 550 KB)
Teil 2
(mp3; 14:48min; 6,9 MB)
Teil 3
(mp3; 08:27min; 3,9 MB)
Teil 4
(mp3; 13:41min; 6,4 MB)
Teil 5
(mp3; 03:21min; 1,5 MB)
Teil 6
(mp3; 34:52min; 16,4 MB)




Mitschnitt vom rbb inforadio.
Wir bitten unsere Hörer zu beachten, dass die Demonstrationen und Proteste in China gegen die chinesische Fremdherrschaft erst am 15. März und damit fünf Tage nach unserer Veranstaltung ihren Ausgang nahmen. Aufgrund dieses Umstandes und des besonderen Fokus der Veranstaltung auf den Vergangenheitsdiskurs im heutigen China findet die Situation in Tibet in der Debatte keine Erwähnung.


Braunschweig, 29. Februar 2008

»Tod dem Verräter! Der lange Arm der Stasi und der Fall Lutz Eigendorf«

Filmvorführung und Podiumsgespräch. Gemeinsam mit der Braunschweiger Zeitung und dem CinemaxX Braunschweig
Am 7. März 1983 starb in Braunschweig der Fußballspieler Lutz Eigendorf an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Nach Öffnung der Stasiarchive wurden Hinweise gefunden, dass der Unfall ein Mordanschlag der Stasi gewesen sein könnte. Eigendorf, der sich 1979 nach einem Freundschaftsspiel seines Fußballclubs BFC Dynamo Berlin gegen den 1. FC Kaiserslautern in den Westen abgesetzt hatte, wurde seither durch die Staatssicherheit überwacht. Das galt auch für seine in der DDR zurückgebliebenen Angehörigen. Aus Anlass des 25. Todestags von Lutz Eigendorf zeigte die Bundesstiftung Aufarbeitung die Filmdokumentation von Heribert Schwan »Tod dem Verräter!«. Im Anschluss erörterte ein prominent besetztes Podium das Schicksal des in den Westen geflohenen Fußballspielers.
Kurzinfo (224 KB) Presseberichte der Braunschweiger Zeitung


Kind und Sowjetfahne Wien, 23.-25. Februar 2008

»Hunger, Ernährung und Rationierungssysteme unter dem Staatssozialismus (1917–2006)«

Konferenz. Gemeinsam mit dem Institut für Ostasienstudien/Sinologie an der Universität Wien und dem Zentrum für Höhere Studien der Universität Leipzig
Obwohl die Kommunistische Bewegung mit dem Versprechen antrat, den Hunger für immer zu beseitigen, kam es unter dem System des Staatssozialismus immer wieder zu Hungersnöten. Auf dem internationalen Workshop sollte diskutiert werden, wie verschiedene sozialistische Staaten mit dem Problem der Ernährung und des Hungers umgingen. Schwerpunkte waren dabei die Fragen, wie die Rationisierungssysteme funktionierten und welche Machtverhältnisse sich aus ihnen ergaben. Dabei wurden auch die Versuche analysiert, die häusliche Küche durch Kantinen zu ersetzen. Weiterhin wurde gezeigt, wie die Hungersnöte in der Geschichtsschreibung aufgearbeitet wurden.
Veranstaltungsprogramm (81 KB)


Ausschnitt aus dem Flyer Achtung Acht! Berlin, 19. Februar 2008

»Achtung Acht! Die Gegenwart der Vergangenheit in der Tschechischen Republik«

Vortrag und Podiumsgespräch aus Anlass des 60. Jahrestages des kommunistischen Putsches in der Tschechoslowakei. Gemeinsam mit dem Institut für das Studium der totalitären Regime, Prag, und der Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin
Der Putsch der tschechoslowakischen Kommunisten am 25. Februar 1948 markierte nicht nur den Beginn ihrer mehr als vier Jahrzehnte währenden Alleinherrschaft. Der Umsturz in Prag war zugleich das Signal für die offene Sowjetisierung Ostmitteleuropas. Aus Anlass dieses Jahrestages, wie auch des bevorstehenden 40. Jahrestages des Prager Frühlings, diskutierten das Podium die gegenwärtige Erinnerungskultur in der Tschechischen Republik.
Kurzinfo (111 KB) Veranstaltungsbericht (74 KB)

Bericht vom 26.02.2008 im Tschechischen Rundfunk
(Sprache: tschechisch; mp3; 06:09min; 2,90 MB)


Ausschnitt aus dem Flyer Der aufrechte Gang Berlin, 11. Februar 2008

»Der aufrechte Gang. Opposition, Widerstand und Zivilcourage in der Diktatur«

Podiumsgespräch mit Dr. H.C.Karl Fricke, Ulrike Poppe, Ulrich Schwarz, Moderation: Dr. Ilko-Sacha Kowalczuk
Politische Gegnerschaft gegen die SED-Diktatur begleitete die SBZ/DDR zu allen Zeiten ihrer Existenz. Die Zahl der politischen Häftlinge, die ihr Engagement für demokratische Rechte und Freiheiten mit langen Haftstrafen büßten, geht in die Hunderttausende. Zahlreiche Todesurteile wurden vor allem in den 40er und 50er Jahren vollstreckt. Im Herbst 1989 konnten die Menschen in der DDR erleben, dass friedlicher Protest eine Diktatur niederringen kann. Am 12. Februar feierte Rainer Eppelmann seinen 65. Geburtstag. Aus diesem Anlass lud die Bundesstiftung Aufarbeitung am Vorabend zu einem Podiumsgespräch ein, das der Frage gewidmet war, welche Motive und Gründe Menschen zu unterschiedlichen Zeiten dazu bewogen, gegen Diktaturen zu opponieren und Widerstand zu leisten.
Kurzinfo (123 KB) Veranstaltungsbericht (17 KB)

Begrüßungsworte Markus Meckel,
Vorsitzender des Stiftungsrats (mp3; 09:22min; 6,90 MB)
Einführung Dr. Ehrhart Neubert
(mp3; 31:52min; 24,00 MB)

Podiumsgespräch Teil 1
(mp3; 20:32min; 14,45 MB)
Podiumsgespräch Teil 2
(mp3; 40:21min; 28,50 MB)



Bild vermutlich aus Spur der Steine Bochum, 31. Januar - 03. Februar 2008

»Von Untertanen und Genossen– Literaturverfilmungen der DEFA von Wolfgang Staudte bis Rainer Simon«

Tagung. Gemeinsam mit dem Institut für Deutschlandforschung an der Universität Bochum
Die Bochumer DEFA-Filmtage boten einen Abriss des Genres Literaturverfilmungen in der DDR, ausgehend von Wolfgang Staudtes Klassiker »Der Untertan« (1951). In prägnanten Beispielen wurden Gegenwart und Alltag in der DDR lebendig: Individuum und sozialistisches Kollektiv auf dem Bau (»Spur der Steine«, 1966/1989), Leben im Plattenbau (»Insel der Schwäne«, 1983) und politische Resistenz und Nischendasein (»Der Tangospieler«, 1991). Auf der Tagung wurden diese Filme für ein nachgeborenes junges Publikum rezipierbar und somit einer Neubewertung und neuen Lesarten zugeführt. Moderiert durch den Berliner Filmexperten Paul Werner Wagner, diskutierten DEFA- Regisseure und Schauspieler dieses wichtige kulturelle Erbe im vereinten Deutschland.
Kurzinfo (224 KB)


Bild vom Neujahrsempfang Berlin, 16. Januar 2008

»Neujahrsempfang 2008«

Am 16. Januar lud die Bundesstiftung Aufarbeitung zum Neujahrsempfang in ihre Geschäftsstelle in der Kronenstraße.
Photos des Abends sehen Sie HIER.

Begrüßungsworte des Vorstandsvorsitzenden Rainer Eppelmann
(mp3; 20:50min; 14,60 MB)
Grußwort von Kulturstaatsminster Dr. Bernd Neumann
(mp3; 13:05min; 13 MB)
Replik Stifungsratsvorsitzender Markus Meckel
(mp3; 04:30min; 9,20 MB)


Bild vom Neujahrsempfang Berlin, 15. Januar 2008

»Ich war, ich bin, ich werde sein– Legitimationsmythen der DDR«

Podiumsgespräch. Gemeinsam mit der BStU.
Am 17. Januar 1988 wollten Bürgerrechtler die Medien-Präsenz auf der SED-Propagandaveranstaltung »Kampfdemonstration zu Ehren von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg« in Berlin-Friedrichsfelde nutzen, um ihre Anliegen publik zu machen. »Die Freiheit ist immer nur Freiheit des Andersdenkenden«, Zitat von Luxemburg, wurde zum Slogan der Demonstration. Dies führte zu zahlreichen Verhaftungen. Eine landesweite Solidarisierungswelle mit den Inhaftierten folgte, die ihre Wirkung bis in den Herbst 1989 entfaltete. 20 Jahre später sollte in einem Podiumsgespräch über die Bedeutung des von der SED inszenierten Kults um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht als Legitimationsgrundlage der DDR ebenso diskutiert werden, wie über den Verlust des Deutungsmonopols der SED in den 1980er Jahren und den Umgang mit diesem Mythos in der Gegenwart.
Kurzinfo (680 KB) Veranstaltungsbericht (61 KB)

Archiv/Bibliothek / Online-Archiv / Veranstaltungsnachlese 2008

Mappe
Veranstaltungen 2009
Veranstaltungen 2007
Veranstaltungen 2006
Veranstaltungen 2005
Veranstaltungen 2004
Veranstaltungen 2003